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Konservative Kulturpolitik seit 2000 : eine Radikalisierung aus dem Geist der austriakischen Restauration

Conservative cultural policy since 2000 : a radicalisation in the spirit of 'Austriakian' restoration
[Zeitschriftenartikel]

Wimmer, Michael

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-64144

Weitere Angaben:
Abstract 'Der österreichischen Nation wird ungebrochen ein hohes Maß an 'Kulturstaatlichkeit' zugesprochen. Umso erstaunlicher ist es, dass die österreichische Politikwissenschaft traditionell von einem spezifischen Desinteresse an Kulturpolitik geprägt ist. So existiert bislang keine fundierte Strukturierung und Analyse dieses Politikfeldes. Folglich dominieren bislang Fragen des kulturellen Managements über die Beschäftigung mit den politischen Implikationen kulturpolitischer Entscheidungsfindung. Dass diese bis heute von nicht unwesentlicher parteipolitischer Bedeutung sind, zeigt die Fähigkeit der ÖVP als dominierende Regierungspartei seit 2000, kulturpolitisch an eine konservative Grundströmung anzuknüpfen. Diese besteht vor allem darin, österreichische Kultur als glanzvolle staatliche Repräsentation vorrangig mit Leistungen der Vergangenheit zu identifizieren, während eine kritische, auf zeitgenössische Kunstproduktion setzende Öffentlichkeit als Querulantentum abgewertet werden kann. Allesamt gute Voraussetzungen, um einen umfassenden konservativen Machtanspruch mit den überreichlich vorhandenen kultur-imperialen Versatzstücken der ausgehenden Monarchie auf scheinbar immer wieder neue Weise zu untermauern und so die Attraktivität des kulturellen Erbes für die eigenen politischen Zwecke zu nutzen.' (Autorenreferat)

'The definition of the Austrian nation is traditionally affiliated with its cultural representation. The more it is astonishing that Austrian political sciences are characterized by a structural disinterest concerning cultural policy. Up to now a grounded structuring together with regular analysis of the cultural policy field is lacking. Accordingly questions of cultural management are dominating over research on the political implications of the cultural policy decision making processes. But these implications are up to now of considerable significance. When the People's Party came in power as the dominant political force in the Austrian government since 2000 it could tie up to a common interpretation of Austrian cultural mainly characterised by the glamorous cultural heritage of the former kk Monarchy representing also the state of today while critical public affiliated with contemporary art can be depreciated as meaningless barraters. This kind of differentiation sees to be a good prerequisite to establish a comprehensive claim for power by instrumentalising the attraction of a cultural representation of a former regime for its own political aims of today and tomorrow.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter deficit; research; conservatism; artist; cultural policy; securing of power; the public; Austria; Austrian Peoples' Party; party politics; political science; political factors; party in power; Social Democratic Party of Austria; policy area
Klassifikation Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie; spezielle Ressortpolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Seitenangabe S. 287-309
Zeitschriftentitel Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 35 (2006) 3
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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