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Water, public hygiene and fire control in medieval towns : facing collective goods problems while ensuring the quality of life

Wasser, öffentliche Hygiene und Brandschutz : zum Problem des Managements lebensstandardrelevanter Kollektivgüter in der mittelalterlichen Stadt
[Zeitschriftenartikel]

Ewert, Ulf Christian

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-62903

Weitere Angaben:
Abstract 'Frisches Wasser, saubere Straßen und Brandschutz waren auch in mittelalterlichen Städten wichtige Faktoren für Lebensqualität. Durch umweltschädliches Verhalten und den leichtsinnigen Umgang mit Feuer gefährdeten die Stadtbewohner jedoch ihr Lebensumfeld beständig selbst. Diese Überbeanspruchung gemeinschaftlicher Ressourcen, in der ökonomischen Literatur als Tragedy of the commons behandelt, verkomplizierte sich dadurch, dass öffentliche Hygiene und Feuerverhütung öffentliche Güter waren, von denen kein Stadtbewohner ausgeschlossen werden konnte, und im Sinne des Allgemeininteresses auch nicht sollte. Genau deshalb war allerdings auch niemand freiwillig bereit, mit seinem Verhalten zu Sauberkeit und Brandschutz beizutragen. Ausgehend von spieltheoretischen Überlegungen wird gezeigt, dass die Räte der Stadt in der Lage waren, durch Kommunalisierung und Übertragung von Eigentums- und Nutzungsrechten an Privatpersonen und Korporationen das Angebot an Wasser und Infrastruktur sicherzustellen. Mit Appellen und Strafen gelang es ihnen aber nicht, die Bürger zu einem schonenderen Umgang mit ihrer Umwelt zu bewegen. Unter Verwendung des Konzeptes der Environmental Kuznets Curve kann auch gezeigt werden, dass Verschmutzung und Gefährdung, die zunächst infolge des starken Bevölkerungswachstums bis zum frühen 14. Jahrhundert zugenommen hatten, nicht mit dem ebenfalls gestiegenen Wohlstand der Städte zurückgingen, sehr wohl aber das Bewusstsein für die Gefahren des umweltschädlichen Verhaltens zunahm.' (Autorenreferat)

'Clean water, neat streets and fire prevention determined the quality of life also in medieval towns. While ensuring an environment worth living citizens were faced with collective goods problems. As a result of the environmentally harmful urban way of life common-pool resources like waters and streets were over-exploited, polluted and degraded. This urban tragedy of the commons was even more complicated, as public hygiene and fire prevention, both necessary to cope with pollution and fire hazard, were public goods and their realisation caused a public goods dilemma. Due to coordination efforts - municipal administration, transfer of property rights, enhancement of voluntary cooperations and regulations - common-pool resources like water and infrastructure could be provided, but municipal authorities barely succeeded in enforcing polluters to internalise the social costs of their behaviour and managing the supply of public preventive goods. Differently from the suggestion made in the concept of Environmental Kuznets Curve emergence of environmental externalities and treatment of communal risks were not only related to economic development, but also to population growth.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter right of ownership; hygiene; infrastructure; standard of living; middle ages; model; utilization; public tasks; public facility; nonmarket good; game theory; town; urban population; environmental consciousness; environmental protection; environmental pollution; responsibility; water; fire department
Klassifikation Ökologie und Umwelt; allgemeine Geschichte
Methode historisch
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2007
Seitenangabe S. 222-251
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 32 (2007) 4
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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