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Rassenparadigma und Sozialhygiene in Gerhard Mackenroths wissenschaftlichen Arbeiten und Vorlesungen der Jahre 1933-1943

Racial paradigms and social hygiene in Gerhard Mackenroth's scientific work and lectures between 1933 and 1943
[Zeitschriftenartikel]

Henßler, Patrick

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-62311

Weitere Angaben:
Abstract 'Der Ökonom und Soziologe Gerhard Mackenroth ist in erster Linie wegen seiner 1953 veröffentlichten soziologischen 'Bevölkerungslehre' und der so genannten 'Mackenroth-Formel' bekannt, die in der Diskussion über die Zukunft der Renten in Deutschland eine Renaissance erlebt. Über die Anfänge seiner wissenschaftlichen Laufbahn in den Jahren 1932-1943 war bisher nur sehr wenig bekannt. Mackenroths Hochschullaufbahn beginnt 1932 an der Philipps-Universität Marburg. Mit den Nationalsozialisten sympathisierend führt ihn sein Karriereweg 1934 an die Christian-Albrechts-Universität Kiel und schließlich 1941 bis 1943 an die Reichsuniversität Straßburg. Nach dem Entnazifizierungsverfahren nimmt er Ende 1945 die Lehrtätigkeit in Kiel wieder auf. Liegen seine Haupttätigkeitsfelder zwischen 1932 und 1943 auf den Gebieten der Volkswirtschaftslehre und der Statistik, so befasst er sich im Rahmen verschiedener Vorlesungen auch eingehend mit der Bevölkerungsthematik. Überlegungen zum Rassenparadigma und zur Rassenhygiene spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Die Kommentierung der so genannten 'Nürnberger Gesetze' im Rahmen einer Vorlesung zur 'Bevölkerungslehre' im Sommersemester 1942 ermöglicht einen Einblick in seine Sicht der Dinge und verdeutlicht, dass er eine negative Eugenik, im Sinne der Verhinderung der Fortpflanzung von 'Minderwertigen', befürwortet. Auch nach 1945 bleibt eine negative Eugenik für Mackenroth ein unabdingbares Mittel einer verantwortungsvollen Bevölkerungspolitik. Mit diesem Ergebnis der Untersuchung gelingt es die bisher gültige Annahme zu relativieren, Mackenroth sei durch die für sein wissenschaftliches Arbeiten grundlegende methodologische Trennung von Naturwissenschaft und Kulturwissenschaft immun gegen eine nationalsozialistische Instrumentalisierung gewesen.' (Autorenreferat)

'The economist and sociologist Gerhard Mackenroth is primarily known for his in 1953 published sociological 'Bevölkerungslehre' and the so called 'Mackenroth-Formel', which is enjoying a revival in the discussion about the future of the pensions in Germany. In contrast, only a few facts about the early years of his scientific career are commonly known. The university career of Gerhard Mackenroth began in 1932 at the 'Philipps-Universität Marburg'. Supporting the National Socialists since the early thirties he was then in 1934 appointed to a professorship at the 'Christian-Albrechts-Universität Kiel' and finally from 1941 to 1943 to a professorship at the 'Reichsuniversität Straßburg'. After his denazification in the winter of 1945 he resumed his teaching activity at the 'Christian-Albrechts-Universität Kiel'. Even though his main activities between 1932 and 1943 were economics and statistics, he gave also several lectures to the subject of population. Considerations of race and 'Rassenhygiene' were a substantial part in those lectures. The annotation of the so called 'Nürnberger Gesetze' in a lecture dealing with 'Population Science' during the summer term of 1942 provides an understanding of his opinions and illustrates his support of negative eugenics. Even after 1945 Mackenroth continues in support of negative eugenics as an indispensable instrument of a responsible population policy. The result of this study makes it possible to put the assumption into perspective, Gerhard Mackenroth, his scientific background founding on the methodological separation of natural science and cultural studies had been resistant against a national socialist instrumentalization.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter population; population policy; Federal Republic of Germany; Third Reich; denazification; genetics; historical analysis; university; university teacher; career; apprenticeship; Mackenroth, G.; Nazism; paradigm; race; scientist
Klassifikation Bevölkerung; Sozialgeschichte, historische Sozialforschung
Methode historisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Seitenangabe S. 101-130
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 31 (2006) 4
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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