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Europäische politische Realität im/ und Verfassungskonvent : Elemente und Funktionen einer supranationalen Institution

European political reality and/ in the Constitutional Convention : elements and functions of a supranational institution
[Zeitschriftenartikel]

Oberhuber, Florian

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-61039

Weitere Angaben:
Abstract 'Der vorliegende Artikel beruht auf empirischen Forschungen zum Europäischen Verfassungskonvent als institutionellem Milieu und als supranationaler politischer Arena. In fünf Schnitten wird je ein anderer Aspekt des Konventsprozesses, seines Mandats und seiner Funktionen hervorgehoben und im Kontext der EU und ihrer Entwicklung analysiert, wobei das besondere Augenmerk den Ambivalenzen und Widersprüchen des Gegenstandes gilt: Die in der Laeken Erklärung geforderte breite Debatte der Zukunft der erweiterten Union widersprach auf der anderen Seite den Erfordernissen einer expertenbasierten Konsolidierung der Verträge, wie sie durch den organisatorischen Aufbau des Konvents (Macht), die inkrementalistische Arbeit des Sekretariats sowie die eigentümliche soziale Dynamik des Konventsprozesses (mainstreaming bzw. engrenage) ermöglicht wurde. Das intergouvernementale Element wiederum erwies sich als unhintergehbar, musste aber zu einer Kompromittierung der neuen 'konstitutionellen Selbstbeschreibung' der EU durch Kompromisse führen. Schließlich blieb der demokratische Auftrag des Konvents im Wesentlichen auf Inszenierung und Rhetorik beschränkt, wobei der Beitrag des 'etatistischen' imaginaire einer Verfassungsgebung zur Legitimation der 'pluralistischen' Europolity entsprechend ambivalent beurteilt wird.' (Autorenreferat)

'This article is based upon an empirical investigation of the European Convention from an ethnographic and political science perspective. Five (competing or contradictory) aspects of the Convention process, its mandate and functions are identified and analysed in the context of the EU's recent development: on the one hand, the Laeken declaration had envisaged a broad debate of the finality and legitimacy of an enlarged Union; on the other hand, the consolidation of the treaties was based upon the incrementalist and selective work of legal experts in the Convention Secretariat and facilitated by the social process of mainstreaming (or engrenage) with respect to the various voices of Convention members. As a further element, intergovernmental bargaining could not be avoided in the Convention, although compromises and governments' 'red lines' interfered with the legal rationality of the new 'constitutional treaty'. Finally, the self-proclaimed democratic mission of the Convention turned out to be rather a matter of rhetoric and public relations, and the contribution of the 'statal' political imaginary of constitution-making to legitimising the 'pluralist' Europolity seems to be doubtful.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter supranationality; EU; constitution-making; European institution
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; Europapolitik
Methode empirisch; empirisch-qualitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2005
Seitenangabe S. 279-293
Zeitschriftentitel Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 34 (2005) 3
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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