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Die Identitätspolitik der FPÖ : vom Deutschnationalismus zum Österreich-Patriotismus

The FPÖ and its identity policy : shifting from German nationalism to Austrian patriotism
[Zeitschriftenartikel]

Frölich-Steffen, Susanne

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-60678

Weitere Angaben:
Abstract 'In den Neunzigerjahren gelang es der FPÖ ihren Stimmenanteil bei Parlamentswahlen kontinuierlich zu verbessern. Der Aufstieg der Partei wurde häufig mit dem charismatischen Auftreten des neuen Parteivorsitzenden Jörg Haider erklärt. Auch die Ermüdung der WählerInnen durch die jahrzehntelange Konkordanz, das damit einhergehende Protestpotenzial bei der Bevölkerung und eine steigende Wählervolatilität dienten als Erklärung für den raschen Aufschwung der Freiheitlichen. Bislang kaum diskutiert wurde die veränderte Identitätspolitik der FPÖ seit den frühen Neunzigerjahren. Der ehemals in der Partei vorherrschende Deutschnationalismus wurde seither zur parteiinternen Subkultur und erst durch die Hinwendung zum 'Österreichpatriotismus' wurde die FPÖ für breitere Bevölkerungsschichten wählbar. Zur gleichen Zeit setzten ÖVP und SPÖ in ihrer Identitätspolitik neue Akzente. Dadurch überließen sie klassische Bereiche des Nationalbewusstseins und Nationalstolzes den Freiheitlichen, die sich seither als 'die wahre österreichpatriotische Partei' bezeichneten. Im vorliegenden Beitrag werden nach einer Einführung in die theoretische Debatte über Eigenheiten und Erfolgsfaktoren rechtspopulistischer Parteien überblicksartig die Besonderheiten der österreichischen Identität charakterisiert. Darauf aufbauend wird die Identitätspolitik der Freiheitlichen zwischen 1956 und heute beschrieben und dahingehend untersucht, ob und inwieweit das veränderte Nationsverständnis der FPÖ und die neue Identitätspolitik von ÖVP und SPÖ die Wahlerfolge der Freiheitlichen mitbestimmten. Abschließend wird der Versuch unternommen, die Wahlniederlage der FPÖ im Jahr 2002 anhand der vorab skizzierten Ergebnisse zu erklären.' (Autorenreferat)

'In the 1990s the Austrian Freedom Party (FPÖ) continuously managed to increase its share in votes in national parliamentary elections. The party's success was often attributed to the charismatic appeal of the new chairman Jörg Haider. Furthermore, the voters' disappointment with the Austrian party system (Konkordanz), the growing protest potential among the population as well as the increasing voter volatility are regarded as factors determining the rapid boost of the party. A development that has been neglected as an explanatory factor for the success of the FPÖ so far, is the party's adoption of the strategy of 'Österreich-Patriotismus' (Austrian patriotism). Its former German nationalism became part of the FPÖ's subculture, a shift that made the party eligible for a broader public. At the same time, the conservative Austrian People's Party (ÖVP) and the Austrian Socialdemocratic Party (SPÖ) emphasised the poorly developed awareness of a unified Europe in connection with Austria's anticipated membership in the European Union and focused on new areas in their identity policies. Thus, the ÖVP and SPÖ left two traditional areas of public discourse, national consciousness and national pride, to the FPÖ which has ever since claimed the role of the only true patriotic party. This article outlines the historical context and particularities of the Austrian identity after introducing the theoretical debate on idiosyncrasy and success factors of right-wing populist parties. Subsequently, the FPÖ's identity policy from 1956 onwards is discussed and it is examined whether and to what extent the changing national identity policies of SPÖ, ÖVP and FPÖ may have contributed to the latter party's success. A final summary will try to explain the FPÖ's devastating losses in the 2002 elections by the findings of the prior analysis.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter FPÖ; national identity; nationalism; Austria; patriotism; political right; populism; Europeanization
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2004
Seitenangabe S. 281-295
Zeitschriftentitel Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 33 (2004) 3
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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