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Verhandlungsdemokratische Willensbildung und korporatistische Entscheidungsfindung am Ende? : einschneidende Veränderungen am Beispiel der Gestaltung des österreichischen Arbeitsrechtes

The end of bargaining democracy and corporalist policy making in Austria? : a case study of labour law
[Zeitschriftenartikel]

Tálos, Emmerich; Stromberger, Christian

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-60603

Weitere Angaben:
Abstract 'Als Resultat der Zusammenarbeit, Konzertierung und Akkordierung zwischen den jeweiligen Regierungen und den großen Dachverbänden der ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen in Politikfeldern wie der Sozialpolitik (näherhin dem Arbeitsrecht) weisen die politischen Entscheidungsfindungsprozesse in Österreich über einen langen Zeitraum eine beträchtliche Kontinuität auf. Dies ist einer der Gründe dafür, dass Österreich in der einschlägigen sozialwissenschaftlichen Literatur als Repräsentant (neo)korporatistischer Interessenpolitik und der Verhandlungsdemokratie gilt. Unter Verwendung des von Tálos/Kittel modifizierten Ansatzes des akteurzentrierten Institutionalismus untersucht der vorliegende Beitrag am Themenbereich des Arbeitsrechtes, ob seit dem Antritt der bürgerlich-konservativen Regierungskoalition von ÖVP und FPÖ im Jahr 2000 Veränderungen des traditionellen Musters der politischen Willensbildung und Entscheidungsfindung eingetreten sind. Das Ergebnis der Analyse lautet, dass Österreichs Politik - ungeachtet formal-institutioneller Kontinuitäten - de facto den Wandel von einer korporatistischen Konkordanz- bzw. Verhandlungsdemokratie zu einer Konfliktdemokratie bereits vollzogen hat.' (Autorenreferat)

'In Austrian politics for a long period a specific type of cooperation, concertation and arrangement has been characteristic for the relations between government and interest associations of employers and employees in policy areas as e.g. social policy (and particularly in labour law). That's why respective literature has classified Austria as a typical model of neocorporatist interest intermediation or policy concertation. Using the approach of actor-centred institutionalism modified by Tálos/Kittel, the article - analysing the example of labour legislation - aims at examining if there took place a substantial change in procedures of policy making since the conservative coalition between ÖVP and FPÖ has been taking office in spring 2000. The authors conclude that Austria's politics - irrespective of formal institutional continuity - de facto have already changed from a corporatist consensus or bargaining democracy to a democracy dominated by conflict and the principle of majority rule.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter labor law; decision making; pressure-group politics; corporatism; Austria; political decision; formulation of political objectives; political conflict; political change; process; social policy; consociational democracy
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; Arbeitswelt
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2004
Seitenangabe S. 157-174
Zeitschriftentitel Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 33 (2004) 2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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