Export für Ihre Literaturverwaltung

Übernahme per Copy & Paste
Bibtex-Export
Endnote-Export

       

Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Die Gewalten auf Konfrontationskurs? : eine Fallstudie über das Verhältnis von VfGH und Regierung in den Anfängen der Wende

Two powers on collision course? : a case study about the relationship between constitutional court and government during the first coalition government of ÖVP and FPÖ
[Zeitschriftenartikel]

Otti, Albert; Schulze, Michael Karsten

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-60560

Weitere Angaben:
Abstract 'Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen der österreichischen Bundesregierung und dem Verfassungsgerichtshof (VfGH). Dieser in einem demokratischen System verankerten Beziehung ist ein inhärenter Konflikt eingeschrieben, da die beiden Institutionen jeweils die Spitze von zwei Gewalten (Exekutive und Judikative) repräsentieren und ausüben. Auf Grund der notwendigen Anordnung im System der checks and balances ist diese Konfliktkonstellation für eine lebendige Demokratie elementar. Wir wollen der Frage nachgehen, ob sich eine Veränderung in diesem Verhältnis seit der ersten Koalitionsregierung zwischen ÖVP und FPÖ (ab Februar 2000) im Vergleich zu den Jahren davor konstatieren lässt, und ob sich eine Veränderung in der Demokratiequalität feststellen lässt. Die mediale Aufregung rund um die Kärntner Ortstafeln, ausgelöst durch polemische Äußerungen von Jörg Haider, lassen dies auf den ersten Blick vermuten. Wir kommen zum Schluss, dass die institutionelle Verankerung des VfGH als stabil zu qualifizieren ist. Die permanenten Angriffe durch die FPÖ auf verschiedene Teile des Justizwesens und ihre oftmals schweigende Duldung durch die ÖVP sind jedoch als bedenklich einzustufen, da sie eine diskursive Praxis darstellen, die das Verständnis vom Wesen der Demokratie verschlechtert und damit mittelfristig ihr Funktionieren beeinträchtigen kann.' (Autorenreferat)

'This research report deals with the relationship between the Austrian federal government and the constitutional court. An intrinsic conflict is embedded in this relationship, which is rooted in a democratic system: both institutions are the ultimate representatives of two of the three powers (executive and judiciary). On the basis of checks and balances, this conflict-prone constellation is necessary for a functioning democracy. We wanted to find out whether it is possible to detect a change in this relationship since the first coalition government between the Austrian People's Party (ÖVP) and the Austrian Freedom Party (FPÖ) came to power. We also looked at possible changes in the contextual conditions of democratic culture in Austria. One might think that such changes have occurred, given the media uproar that ensued after FPÖ's Jörg Haider made polemic remarks about the ruling of the Constitutional Court, in which it asked for more bilingual topographical roadsigns. We reach the conclusion that the constitutional court is rooted firmly in the system of democratic institutions. However, the FPÖ's continuous attacks on various parts of the judiciary, and the acquiescence of the ÖVP give cause for concern. These attacks are part of a discursive practice which impairs the understanding of democracy and which might compromise its functioning in the medium term.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter executive power; FPÖ; separation of powers; judicial power; Austria; government; constitutional court; Second Republic
Klassifikation Staat, staatliche Organisationsformen
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2004
Seitenangabe S. 67-79
Zeitschriftentitel Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 33 (2004) 1
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
top