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"...wo alle Macht vom Volk ausgeht" : eine nachhaltige Verhinderung ; zur Mikropolitik rund um den 'Ortstafelsturm' in Kärnten

"...where all power is derived from the public" : a lasting circumvention ; the micro-politics of the 'place-name sign storm' in Carinthia
[Zeitschriftenartikel]

Gstettner, Peter

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-60550

Weitere Angaben:
Abstract 'Im Herbst 1972 erschütterte der 'Ortstafelsturm' die politische Landschaft Österreichs. Anlass war die Aufstellung deutsch- und slowenischsprachiger Ortstafeln in Südkärnten. Zuvor war im Wiener Parlament mit Stimmenmehrheit der sozialdemokratischen Partei ein Gesetz über die topografischen Aufschriften beschlossen worden. In Kärnten gingen radikale deutschnationale 'Heimatschützer' auf die Straße, um die aufgestellten zweisprachigen Ortstafeln gewaltsam zu entfernen. Ein Großaufgebot von Gendarmerie konnte gerade noch verhindern, dass es zu größeren Ausschreitungen kam. Der Terror der Straße endete erst, als die Regierung bereit war, auf die Neuaufstellung der Ortstafeln zu verzichten und eine Novellierung des Gesetzes vorzunehmen. Eine konkrete Analyse des Geschehens, die hier erstmals anhand von Archiv- und Aktenmaterial durchgeführt wird, kann zeigen, wie minderheitenfeindliche Agitation das staatliche Handeln bis zur Einschränkung von demokratischen Rechten deformieren kann. Dies erklärt auch, weshalb der Staatsvertrag von 1955 in Kärnten bis heute nicht voll erfüllt ist.' (Autorenreferat)

'In the autumn of 1972, the so-called 'place-name sign storm' (Ortstafelsturm) caused an upheaval in the political landscape of Austria. It occurred in connection with the setting up of signs in the German and Slovenian languages in Southern Carinthia. Prior to this, a law concerning topographical signs had been passed in the Austrian parliament, with the vote of the majority of Social Democratic MP's. In Carinthia, radical German nationalist 'Defenders of the Homeland' took to the streets to forcibly remove the bilingual place name signs. A large-scale police operation was narrowly able to prevent more serious riots from taking place. The terror on the streets did not end until the government declared it was ready both to abstain from setting up new signs and to pass an amendment to the law. A concrete analysis of these events, which is being conducted here for the first time based on archive material and files, shows how minority-hostile agitation can deform a government's actions, even to the extent of restricting democratic rights. This also explains why the 1955 Austrian State Treaty has never, up to the present day, been completely fulfilled in Carinthia.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter domestic policy; Carinthia; cultural policy; Austria; protest movement; language; Second Republic; micro-politics
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; allgemeine Geschichte
Methode deskriptive Studie; historisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2004
Seitenangabe S. 81-94
Zeitschriftentitel Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 33 (2004) 1
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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