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Staat und Familie : Ideologie und Realität eines Verhältnisses

Family and state : ideology and reality of their relations
[Zeitschriftenartikel]

Kreisky, Eva; Löffler, Marion

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-60391

Weitere Angaben:
Abstract Das Verhältnis von Familie und Staat ist als widersprüchlich zu charakterisieren: Ideologisch dient das Symbolsystem Familie, vorgestellt als 'natürliche' Form sozialen Zusammenlebens, als zentrale Legitimationsfigur für den (National-)Staat. Aber Familie als reale Sozialform wird durch staatliches Handeln konstituiert und stabilisiert. Patriarchale Familienideologien werden zumeist in gesellschaftlichen Krisenzeiten (re-)aktiviert, in denen Männer um ihre Vormacht-Stellung bangen. Dementsprechend führte auch die Krise des Fordismus zu ihrer Wiederbelebung. Vor diesem Hintergrund bildete sich im Bereich der Familienpolitik eine scheinbar 'unheilige' Allianz zwischen (Neo-)Liberalismus und (Neo-)Konservativismus. Unheilig deshalb, weil der (neo-)liberale Kult des Individuums geradezu die Antithese zur (neo-)konservativen Verklärung der (patriarchalen) Familie als Solidargemeinschaft darstellt. Intention dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, warum diese Verbindung nicht so absurd ist, wie es scheint.

'The relations between family and state are to be characterised as contradictory: in an ideological way, the symbolic system family, envisaged as 'natural' way of living, serves as a central legitimating figure for the (nation) state. But as a real form of social life, family is constituted and stabilised by state activities. Conservative ideologies of patriarchal family use to be (re-)activated during times of crisis, while (male) men worry about their dominant positions. The crisis of Fordism led to its revitalisation accordingly. Against this background, a seemingly 'unholy' alliance was formed between (meo-)liberalism and (neo-)conservatism in the field of family policy. Unholy because the (neo-)liberal cult of the individual represents the sheer antithesis to the (neo-)conservative transfiguration of the family as a solid community. This paper intends to show, why this connection is not that absurd, as it seems.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter family; family policy; ideology; conservatism; legitimation; neoliberalism; national state
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie; Staat, staatliche Organisationsformen; Familienpolitik, Jugendpolitik, Altenpolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2003
Seitenangabe S. 375-388
Zeitschriftentitel Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 32 (2003) 4
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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