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Das "erste Opfer" : der österreichische Opfermythos und seine Transformationen in der Zweiten Republik

The "first victim" : the myth of Austria as a victim and its transformations in the Second Republic
[Zeitschriftenartikel]

Uhl, Heidemarie

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-59626

Weitere Angaben:
Abstract 'Der spezifisch österreichische Umgang mit der NS-Vergangenheit wird durch die These charakterisiert, dass das Land im März 1938 zum 'ersten Opfer' des Nationalsozialismus wurde. Der Beitrag analysiert einerseits die Veränderungen dieses Interpretationsmodells von 1945 bis zur Gegenwart vor dem Hintergrund von politischen und generationsspezifischen Transformationsprozessen, andererseits die 'Gegenerzählungen' einer Populartradition, die sich vor allem im Gefallenengedenken artikuliert haben. Diese beiden widersprüchlichen Narrationen, die das österreichische Geschichtsbewusstsein geprägt haben, bilden die Ausgangskonstellation für die Waldheim-Debatte 1986, die eine geschichtspolitische Zäsur markiert: die Erosion der Opferthese bzw. ihre Modifikation durch das Bekenntnis des offiziellen Österreich zu einer Mitverantwortung für die Verbrechen des NS-Regimes. Auch die jüngsten Aussagen von Bundeskanzler Schüssel markieren diesbezüglich keine grundsätzliche Richtungsänderung, allerdings erweist sich mit der politischen Wende, der Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen FPÖ, die Frage des Umgangs mit dem 'Zivilisationsbruch Auschwitz' erneut als Indikator für die politische Kultur.' (Autorenreferat)

'Austria's specific way of dealing with its NS past is marked by the theory whereby the country became the 'first victim' of National Socialism in March 1938. On the one hand, this paper investigates the changes that this model of interpretation has undergone from 1945 to the present against the background of political and generational transformation processes and, on the other, the 'different accounts' of a popular tradition above all as articulated in commemoration of the fallen. These two opposing portrayals, that have shaped Austrian awareness of history, constituted the basic constellation for the Waldheim debate in 1986, which marked a turning point in terms of political history: the erosion of the victim theory and its modification by Austrian authorities declaring their share of the responsibility for the crimes of the NS regime. The latest statements by Federal Chancellor Schüssel do not suggest any fundamental change of course in this respect; however with the political turning point, the coming into government of the right-wing populist FPÖ, the question of how to deal with the 'breach of civilisation' that was Auschwitz has once again turned out to be an indicator of political culture.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter antisemitism; war crime; cultural identity; myth; Nazism; Austria; political culture; right-wing radicalism; tradition; coming to terms with the past
Klassifikation Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie; allgemeine Geschichte
Methode deskriptive Studie; historisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Seitenangabe S. 19-34
Zeitschriftentitel Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 30 (2001) 1
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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