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Provincial Reconstruction Teams in Afghanistan : eine Bewertung des Ansatzes als zivil-militärisches Instrument im Rahmen des internationalen Engagements

Provincial Reconstruction Teams in Afghanistan
[Diplomarbeit]

Buddenbohm, Stefan

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-58771

Weitere Angaben:
Abstract Die Arbeit untersucht das Konzept und die praktische Arbeit der Regionalen Wiederaufbauteams (PRTs) als Instrument innerhalb des Engagements der internationalen Gemeinschaft in Afghanistan. Dabei steht zum einen die theoretische Erarbeitung des Ansatzes einschließlich seiner konzeptionellen Unterschiede bei den beteiligten Partnern im Vordergrund, zum anderen sollen anhand eines Analyserasters die Wirkungsmöglichkeiten der PRTs beurteilt werden, um daraus Schlussfolgerungen für die Einsatzmöglichkeiten des Instrumentes in Afghanistan sowie in anderen Szenarien zu ziehen. Die Arbeit kommt zu folgenden Schlussfolgerungen: PRTs sind als zivil-militärisches Instrument institutionalisierter Ausdruck einer integrierten Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik und der Entwicklung hin zum multidimensionalen Peacebuilding in den letzten zwei Dekaden. Der Ansatz ist inhaltlich flexibel, im Umfang skalierbar und ermöglicht die Beteiligung verschiedener Akteure, die andernfalls nur unter Schwierigkeiten in ein Stabilisierungs- und Wiederaufbauengagement zu integrieren sind. Der Ansatz verfügt über komparative Vorteile bei sicherheitsspezifischen Aufträgen, insbesondere bei der Unterstützung von Sicherheitssektorreformen. PRTs ermöglichen die Dislozierung von humanitärer Hilfe und Wiederaufbaukapazitäten in instabilem und unsicherem Umfeld. Sie können wertvolle Zeit für Stabilisierungs- und Wiederaufbaumissionen und für die Konfliktbearbeitung gewinnen. Sie sind jedoch kein Ersatz für staatliche Strukturen, sondern können lediglich positive Impulse für deren Aufbau leisten. Sie sind ebenfalls kein Ersatz für zivile Wiederaufbauhelfer und können für diese auch keine koordinierende Rolle einnehmen. PRTs können dem allgemeinen Verfall der Sicherheitslage, beispielsweise angesichts einer Aufstandsbewegung, wenig entgegensetzen und sind kein geeignetes Instrument zu ihrer Bekämpfung. Die Analyse zeigt, dass der Ansatz in Afghanistan unter schwierigen Bedingungen seine Tragfähigkeit bewiesen hat. Er ist ein nützliches Instrument im Portfolio des State- und Nation-Building, insbesondere mit Blick auf Szenarien von Post-Conflict- und Failed States. Gleichwohl ist eine realistische Erwartungshaltung an seine Wirkungsmöglichkeiten gerade vor dem Hintergrund des Einsatzes begrenzter Ressourcen, notwendig. Diese Erkenntnis gerät bisweilen, v.a. bei den politischen Akteuren, in den Hintergrund.
Thesaurusschlagwörter Afghanistan; reconstruction; failed state; security; security policy; development policy; stabilization; government; international organization; international aid; humanitarian aid; Federal Armed Forces; deployment overseas; state formation; conflict resolution; peacekeeping; civil society; homeland defense; peace policy; conflict management; military intervention; Iraq
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter PRT; PRTs; Iraq; State-Building; Post-Conflict-Peacebuilding; Regionale Wiederaufbauteams; COIN; Counterinsurgency; Staatsbildung; Security
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 111 S.
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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