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The impact of social change on social assistance : two cohorts of German welfare recipients compared

Der Einfluss sozialen Wandels auf die Sozialhilfe: Vergleich zweier Kohorten deutscher Sozialhilfeempfänger
[Arbeitspapier]

Buhr, Petra; Weber, Andreas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-57374

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Universität Bremen, SFB 186 Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf
Abstract "Ziel des vorliegenden Arbeitspapieres ist es, den Einfluß sozialen Wandels auf die Sozialhilfe zu untersuchen. Inwieweit schlagen sich Veränderungen der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in der Sozialhilfe nieder? Dazu werden zwei Kohorten von Neuantragstellern auf Hilfe zum Lebensunterhalt in Bremen verglichen. Die empirischen Ergebnisse sprechen dagegen, daß es in den 90er Jahren schwerer ist, wieder dauerhaft unabhängig von Sozialhilfe zu werden als in den 80er Jahren, wie häufig angenommen wird. Insgesamt gesehen gibt es in der Antragskohorte 1989 mehr Kurzzeitbezieher und weniger Langzeitbezieher als in der Kohorte 1983. Die sozialstrukturelle Zusammensetzung der beiden Antragskohorten unterscheidet sich jedoch in einem wichtigen Punkt: Fast die Hälfte der Neuantragsteller des Jahres 1989 sind Aus- und Übersiedler und Asylbewerber, während es in der alten Antragskohorte weniger als ein Zehntel waren. Zuwanderung hat sich damit zu einem wichtigen Einflußfaktor auf die Sozialhilfe entwickelt: Ohne die Zuwanderer wäre die Zahl der Neuantragsteller im Jahre 1989 gegenüber 1983 zurückgegangen, und die Bezugsdauer wäre länger. Verglichen mit Zuwanderung liegt der Einfluß anderer Faktoren auf die Sozialhilfe weniger deutlich zu Tage. Veränderte Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt spiegeln sich möglicherweise darin wider, daß es in der neuen Kohorte etwas leichter zu sein scheint, die Sozialhilfe durch Arbeitsaufnahme dauerhaft zu beenden. Die längere Dauer bei Paaren mit Kindern könnte mit der Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt zusammenhängen, die Zunahme von Alleinerziehenden mit Individualisierungsprozessen und die Zunahme von Mehrfachbezug unter jüngeren Antragstellern mit veränderten Einstellungen zur Sozialhilfe. In Gegensatz zur Gesamtpopulation ist der Anteil der Kurzzeitbezieher unter den ansässigen Deutschen und Ausländern zurückgegangen und der Anteil der Langzeitbezieher leicht angestiegen. Soweit bisher erkennbar, ist die Zunahme der Bezugsdauer bei den ansässigen Deutschen und Ausländern auf eine veränderte Zusammensetzung dieser Gruppe zurückzuführen. So ist der Anteil von 'Wartefällen' zurückgegangen, die in der Regel nur kurze Zeit Sozialhilfe beziehen, bis vorrangige Leistungen aus der Sozialversicherung einsetzen. Wenig deutet dagegen darauf hin, daß sich die Chancen zum Ausstieg aus der Sozialhilfe zwischen den 80er und den 90er Jahren dramatisch verschlechtert haben oder daß die Bereitschaft zugenommen hat, sich im sozialen Netz auszuruhen."
Thesaurusschlagwörter social change; social assistance; influence; economic change; Bremen; Federal Republic of Germany; livelihood; welfare recipient; immigration; persistent unemployment; family; alien; German; occupational research; occupational sociology; social status; change of status; life career; interdisciplinary research; social research
Klassifikation soziale Sicherung; Arbeitsmarkt- und Berufsforschung; soziale Probleme
Methode empirisch
Freie Schlagwörter Sonderforschungsbereich 186; DFG-Projekt; Statuspassagen; Risikolagen; Lebensverlauf; Lebenslaufforschung; Biografieforschung; Erwerbsbiografie; Arbeits(markt-)soziologie; Sozialpolitikforschung; Längsschnitt
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 1996
Erscheinungsort Bremen
Seitenangabe 30 S.
Schriftenreihe Arbeitspapier / Sfb 186, 31
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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