%T Devotion und Dominanz : rituelle Konstruktionen in der algophilen Lebens-Welt
%A Hitzler, Ronald
%E Schröer, Norbert
%P 151-166
%D 1994
%I Westdt. Verl.
%K qualitative Methode; Freiwilligkeit; Zwang; S/M
%@ 3-531-12504-4
%= 2009-04-20T11:12:00Z
%> http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-56900
%X Ziel des Beitrags ist es, sich "von innen" dem zu nähern, was als Grundprinzip der S/M-Praxis vermutet wird: dem nicht-chaotischen, nicht-orgiastischen, nicht-ausschweifenden Vollzug dieser sexuellen Spielart, denn der Ritualcharakter in seiner banalisierten, tatsächlich gelebten Form erschließt sich naturgemäß vorzugsweise aus dem Vollzug selber. Gefragt wird nach der Herstellung der Bereitschaft, sich in einer dominanten oder devoten Rolle an algolagnen Praktiken zu beteiligen. Diese Herstellung von Devotion und Dominanz wird als ein mehrstufiger Prozeß beschrieben, innerhalb dessen der Vollzug expressiver algolagner Praktiken nur ein, wenn auch zentraler und typischerweise der am auffälligsten ritualisierte Abschnitt ist. Strukturell werden drei Konstruktionsebenen unterschieden: (1) die Ebene der Generalakzeptanz oder warum man überhaupt dabei ist; (2) die Virtualakzeptanz oder wozu man unter welchen Bedingungen bereit ist; (3) die Aktualakzeptanz oder wie man tut, was die Rolle erfordert. Es wird herausgearbeitet, daß sich die soziale Praxis des S/M als eine Art von sexuell konnotiertem Mummenschanz, als eine weitgehend mimetische Aktionscollage aus Zitationen und Imitationen erweist. (ICA)
%C Opladen, Deutschland
%G de
%9 collection article
%W GESIS - http://www.gesis.org
%~ SSOAR - http://www.ssoar.info