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Strukturalistische Theorienkonzeption in den Sozialwissenschaften : das Beispiel der Theorie vom transitiven Graphen

The structuralist view of theories in the social sciences: the example of the theory of the transitive graph
[Zeitschriftenartikel]

Manhart, Klaus

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-52785

Weitere Angaben:
Abstract Während das strukturalistische Theorienkonzept von Sneed und Stegmüller in Psychologie oder Ökonomie auf relativ starke Resonanz gestoßen ist, finden sich in der Soziologie kaum Anwendungsbeispiele für dieses neue wissenschaftstheoretische Programm. In dem Artikel wird eine mikro-soziologische Gruppentheorie im Lichte der strukturalistischen Metatheorie betrachtet. Nach einem kurzen Überblick über verschiedene Theoriebegriffe werden die Vorteile und wesentlichen Charakteristika dieses Ansatzes informell dargestellt. Am Beispiel der Theorie vom transitiven Graphen wird der Aufbau einer Theorie aus strukturalistischer Sicht konkret gezeigt. In der Vorstellung der Strukturalisten besteht eine Theorie nicht mehr aus Mengen von Aussagen, sondern aus mathematischen Strukturen und intendierten Anwendungen. In dem ersten Schritt wird die mathematische Struktur der Transitivitätstheorie rekonstruiert und mit einfachen mengensprachlichen und logischen Mitteln formal dargestellt. In einem zweiten Schritt werden dann die Anwendungen der Theorie angegeben. Es zeigt sich, daß die Konzepte der Strukturalisten kompatibel sind mit der substanzwissenschaftlichen Diskussion um den Anwendungsbereich und ein neues Licht auf empirische, sozialwissenschaftliche Forschung werfen.

While the structuralist view of theories by Sneed and Stegmüller was relatively well received in the fields of psychology and economics, sociology offers hardly any examples of the application of this new scientific concept. This article considers a micro-sociological group theory in the light of structuralist metatheory. Following a brief outline of the most important programs in the philosophy of science, the advantages and main characteristics of the structuralist approach are presented in an informal manner. Using the example of the theory of the transitive graph, the construction of a theory from the structuralist perspective is shown in concrete form. In structuralism a theory no longer consists of sets of statements but of mathematical structures and intended applications. In the first step the mathematical structure of the transitivity theory is reconstructed and formally represented employing simple set theory and logical methods. In a second step the applications of the theory are given. It becomes apparent that the concepts of the structuralists are compatible with the ongoing discussions in social science research concerning fields of application and that they throw a new light on empirical sociological research.
Thesaurusschlagwörter social science; rationality; structuralism; experience; sociology; semantics; group; logic; theory; metatheory; empiricism; Popper, K.; reductionism; knowledge; sense; science; critical rationalism; Kuhn, T.
Klassifikation Wissenschaftstheorie, Wissenschaftsphilosophie, Wissenschaftslogik, Ethik der Sozialwissenschaften
Methode Grundlagenforschung; wissenschaftstheoretisch
Freie Schlagwörter transitiv
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1994
Seitenangabe S. 111-128
Zeitschriftentitel Zeitschrift für Soziologie, 23 (1994) 2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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