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Mögliche Prädisposition einer Sekten-, Kultmitgliedschaft

[Diplomarbeit]

Rohmann, Dieter

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:291-psydok-2738

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Katholische Universität Eichstätt, Philosophisch-Pädagogische Fakultät, Fachgebiet Psychologie
Abstract Empirische Forschungsbeiträge zur möglichen Prädisposition einer Sekten-/ Kultmitgliedschaft sind international kaum vorhanden. Die vorhandenen Beobachtungen, Erfahrungen und Aussagen zu diesem Thema sind zwar sehr zahlreich, oft aber auch sehr widersprüchlich. So behaupten z.B. die einen, daß Kultmitglieder vermehrt aus dysfunktionalen Familien kommen würden oder daß eine Psychopathologie vor dem Beitritt vorlag. Im Gegensatz dazu sind andere der Meinung, daß Kultmitglieder aus ganz normalen, funktionierenden und behütenden Familien stammen und daß keineswegs eine Psychopathologie vorlag. Durch die hier vorliegende Arbeit sollte eruiert werden, ob es so etwas wie eine Beitrittsdisposition nun tatsächlich gibt und wenn ja - welche Faktoren dafür verantwortlich sein könnten. Alle Daten der hier durchgeführten Untersuchung stammten von Familien, die sich mit der Bitte um Beratung an den Autor wandten, weil jeweils ein oder mehrere Angehörige sich zu einem Kultbeitritt entschlossen hatten. Die Basis dieser Untersuchung stellte ein halbstandardisierter, anamnestischer Fragebogen dar, der jeweils vor der ersten persönlichen Begegnung an die betroffenen Familien, Ehepartner und/oder Freunde geschickt wurde. Ziel dieses Fragebogens war, möglichst ausführliche Informationen über die Biograpie des Kultmitglieds zu erhalten, um eine effektive Beratung durchführen zu können. Es handelte sich also um Fremdbeurteilungen in Form einer schriftlichen Befragung. Die so zustande gekommenen quantitativen und qualitativen Daten bezogen sich auf insgesamt 110 Pbn im Alter von 12 bis 50 Jahren. Dies ist -zumindest für die BRD - die bisher größte Stichprobe zu diesem Thema. Die Ergebnisse dieser Studie machen u. a. deutlich, daß sich Menschen mit entsprechender Lebensgeschichte vermehrt auch bestimmten Kultkategorien anschließen. Zum Teil liegen prädisponierende Faktoren für einen Kultbeitritt vor. Allerdings wird auch deutlich, daß der Grund für einen Beitritt nicht auf nur einige wenige, prägnante Faktoren zurückzuführen ist, sondern daß jeder Kultbeitritt als multikausales Gefüge verstanden werden sollte. So konnte nachgewiesen werden, daß die Mehrzahl der Personen unmittelbar vor ihrem Beitritt mehrere zeitgleiche und scheinbar unlösbare Probleme zu bewältigen hatten (z.B. innerhalb der Familie, in ihrer Beziehung, in der Schule und/oder im Beruf). Dem dadurch vermehrt vorhandenen Belastungsdruck in den verschiedenen Lebensbereichen - und der subjektiven Valenz, die diesen Begebenheiten zugeschrieben wurde - begegneten diese Personen mit einem Kultbeitritt, der vordergründig sicherlich Erleichterung versprach.
Thesaurusschlagwörter religion; sect; membership; psychopathology; Federal Republic of Germany; social factors; motivation; psychology
Klassifikation Erhebungstechniken und Analysetechniken der Sozialwissenschaften; Religionssoziologie; Sozialpsychologie
Methode empirisch-qualitativ
Freie Schlagwörter Religionspsychologie; Psychology; Personality Traits & Processes (APA Code: 3120); Religion (APA Code: 2920)
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1999
Erscheinungsort Eichstätt
Seitenangabe 111 S.
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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