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Ressourcenorientierte Untersuchung erwachsener Kinder aus alkoholismusbelasteten Familien

[Diplomarbeit]

Hein, Anne

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:291-psydok-5232

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Abt. Köln, Fachbereich Sozialwesen
Abstract Allzu oft begegnet man defizitorientierten Untersuchungen, deren Ergebnisse Störungsbilder im sozialen und psychischen Bereich beschreiben, und die erwachsene Kinder alkoholismusbelasteter Elternteile als auffällige und gefährdete Gruppe deklarieren. Die klinische Literatur schließt häufig von auffälligen Kindern jener Familien auf die übrigen Zugehörigen dieser Personengruppe. Die Möglichkeit einer weitgehend gesunden psychischen Entwicklung wird dort zu wenig in Betracht gezogen. Die folgenden Ausführungen wollen die vorhandene Problematik weniger herunterspielen oder leugnen, als vielmehr eine positivere Sichtweise der thematisierten Personengruppe in die Diskussion einbringen: Es ist zu untersuchen, ob die in der Forschung vermehrt als belastet beschriebenen erwachsenen Kinder von alkoholabhängigen Elternteilen in der Tat so defizitbelastet sind, oder ob nicht vielmehr eine größere Bandbreite des Verhaltens und Erlebens besteht. Außerdem wird die Hypothese aufgestellt, dass diese Kinder besondere Kompetenzen aufweisen können und dass auf der einen Seite bei diesen Menschen in der Kindheit Probleme und Auffälligkeiten vorhanden waren, diese aber auf der anderen Seite im Erwachsenenalter zu Kompetenzen modifiziert werden konnten. Die Bearbeitung des Themas vollzieht sich anhand des folgenden Aufbaus der Arbeit: Das erste Kapitel befasst sich mit der Familienstruktur, die sich bei Alkoholabhängigkeit eines Elternteils oder beider Eltern ergibt. Dazu wird der Krankheitsbegriff der Alkoholabhängigkeit untersucht, der daraufhin auf die Situation innerhalb der Familie bezogen wird. Dabei wird insbesondere die Partnersituation des nichtabhängigen Elternteils und der Begriff der Co-Abhängigkeit in den Fokus gestellt. Schließlich wird erschlossen, wie sich Alkoholsucht auf das Stressverhalten der Gesamtfamilie auswirkt. Die so gewonnenen Erkenntnisse führen im zweiten Kapitel zur expliziten Beschäftigung mit dem Thema "Kinder aus alkoholismusbelasteten Familien". Dort werden zunächst Symptome und Risikofaktoren beleuchtet, bevor in Anlehnung an die Stressbewältigung auch Resilienzen und Schutzfaktoren dieser Kinder geprüft werden. Darauf aufbauend werden die Familienatmosphäre und Kommunikationsstrukturen in Suchtfamilien erörtert, bevor das Augenmerk auf Bewältigungsstrategien gerichtet wird: An dieser Stelle wird besonders die Identitätsentwicklung und die Übernahme bestimmter Rollen diskutiert. Daran knüpft die Beschäftigung mit dem Thema der Geschwister in alkoholismusbelasteten Familien an, welche ebenfalls auf besonders Rollenmuster und weiter auf das Konkurrenzverhalten und die Geschwisterabfolge abzielt. Schließlich wird die entscheidende Frage erörtert, ob erwachsene Kinder von Alkoholikern eher als kompetent oder eher als defizitär zu betrachten sind. Mit dem dritten Kapitel beginnt der Praxisteil der Arbeit, hier wird eine von Klein & Zobel durchgeführte Modellstudie über erwachsene Kinder aus alkoholismusbelasteten Familie erläutert und eine Re-Analyse des dort erhobenen Datenmaterials durchgeführt und interpretiert. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit den eigens durchgeführten Interviews mit erwachsenen Kindern alkoholismusbelasteter Familien. Zunächst wird das Untersuchungsdesign beschrieben, bevor die gewonnenen Ergebnisse dargestellt und interpretiert werden. Das fünfte Kapitel fasst die gesamten Ausführungen zusammen und diskutiert die Konsequenzen der Untersuchungsergebnisse. Im Anhang befinden sich alle zur Durchführung und Auswertung der Interviews relevanten Arbeitsmaterialien sowie drei exemplarische Interviews. Die Komplexität des bearbeiteten Themas führt dazu, dass einige Themen bewusst kürzer gehalten werden als andere und damit ein persönlicher Schwerpunkt gesetzt wird. Die angeführten Interpretationen und entwickelten Schlussfolgerungen sind bemüht, die Individualität jedes Menschen zu berücksichtigen.
Thesaurusschlagwörter alcoholism; parents; child; family situation; young adult; addiction; psychophysical stress; coping behavior; abuse
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie; soziale Probleme
Methode empirisch-qualitativ
Freie Schlagwörter Alkoholmissbrauch; alkoholismusbelastete Familie; Kinder alkoholabhängier Eltern; Psychology; Drug & Alcohol Usage (Legal) (APA Code: 2990)
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Erscheinungsort Köln
Seitenangabe 132 S.
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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