%T Aktivitäten in Senioren- und Pflegeheimen
%A Miklautz, Michaela
%A Jenull-Schiefer, Brigitte
%P 10
%D 2005
%K qualitative Sozialforschung; Motives of Action; Seniorenheime; Nursing Homes
%= 2012-04-26T17:34:00Z
%~ PsyDok
%> http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:291-psydok-4482
%U http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2005/448/
%X Die Aufrechterhaltung von Aktivitäten wird in der Literatur als zentraler Faktor genannt, damit zufriedenes Altern gelingen kann. Gerade vor dem Hintergrund von Krankheit und Beeinträchtigung kommt dem Aktivsein immense Bedeutung zu, da es sich positiv auf das subjektive Wohlbefinden auswirkt. Sowohl ein pathologisch verlaufender Alterungsprozess als auch eine Institutionalisierung bringen negative Folgen für das Aktivsein mit sich. Senioren- und Pflegeheime haben die Wichtigkeit von Aktivität erkannt und bieten ihren BewohnerInnenn unterschiedliche Betätigungsfelder an. Das Projekt 'Geri-Aktiv' widmet sich der Lebenssituation von alten, beeinträchtigten Menschen. Festzustellen, wie institutionalisiertes Aktivsein aussieht und ob es möglich ist, frühere Aktivitätsgewohnheiten und lebensspannenbezogene Aktivitäten im Heim beizubehalten, war Anliegen des vorzustellenden Teilprojekts, an dem 50 Senioren- und 81 PflegeheimbewohnerInnen aus fünf Kärntner Heimen (Österreich) teilnahmen. Eine Vorgehensweise analog der qualitativen Sozialforschung wurde gewählt, um einerseits reichhaltiges Datenmaterial zu erhalten und andererseits den institutionalisierten Menschen die Möglichkeit zur sozialen Interaktion zu gewähren. Da die potenzielle Interviewbereitschaft der HeimbewohnerInnen aufgrund ihres unterschiedlichen Betreuungsbedarfes weit streute, wurde ein gestuftes Interviewverfahren (problemzentriertes Interview, Fokusgruppe und offener Fragebogen) basierend auf einem Interviewleitfaden eingesetzt. Diese Erhebungsverfahren erlauben nicht nur den unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der BewohnerInnen begegnen zu können, sondern bilden auch die Grundlage einer Methodenkombination von qualitativen und quantitativen Analyseschritten innerhalb der Qualitativen Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl im Senioren- als auch im Pflegeheimbereich vielfältige aktuelle Aktivitätsmöglichkeiten bestehen. Wesentliche Unterschiede gibt es hinsichtlich der Aktivitätsausprägung in den beiden Institutionsformen und der Beweggründe für das Handeln. Dem Ausführen früherer Alltagshandlungen wird seitens der Befragten große Wichtigkeit beigemessen. Demnach ist nicht Aktivität per se für zufriedenes Altern verantwortlich. Auf der Grundlage des vorliegenden Datenmaterials wurde das '3-Ebenen-Modell', welches Aktivität mit Motiven verknüpft, konzipiert. Unter Berücksichtigung der im Alter vorhandenen Beeinträchtigungen können ausgehend von diesem Modell individuell passende und für die BewohnerInnen sinnvolle Aktivitäten abgeleitet und in den Alltag integriert werden.
The maintenance of activities is a central demand for a successful aging process. Being active in spite of disease and impairment has an immense significance, because of its positive influence of the subjective well-being. A pathological aging process as well as an institutionalisation affects the level of activity negatively. Senior and nursing homes recognised the importance of activity and offer their residents different fields of occupation. The project 'Geri-Aktiv' attends to the life situation of old, impaired people. The present study - which is a subproject of 'Geri-Aktiv' - investigates on the one hand the possibilities of being active in institutions and on the other hand, if it is possible to be active according to lifespan activities and habits. 50 senior and 81 nursing home residents from five Carinthian institutions in Southern Austria took part in this study. A procedure analogues the qualitative social research was selected to get rich. Furthermore it was selected to give the possibility of social interaction to the institutionalised people. A graded interview procedure (problem-centred interviews, focus groups and open questionnaire) was conducted based on one interview guideline. These procedures of data collection allows to deal with the different competencies of the residents and make a combination of qualitative and quantitative data analysis possible. The results show various actual possibilities of activity in senior and nursing homes, but there exists one essential difference in respect of the activity distribution and the motives of action between the two forms of institution. Upholding activities of the daily life is for the residents very important, not a high activity level. Based on this data the 3-layer-model was developed, which connects activity with motives and take into consideration the impairments of old aged people. With this model it is possible to deduce subjective meaningful and individual fitted activities for the residents and integrate them in the institutional every day life.
%C Klagenfurt, Österreich
%G de
%9 Konferenzbeitrag
%W GESIS - http://www.gesis.org
%~ SSOAR - http://www.ssoar.info