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Großsiedlungen in Großbritannien: Einfluss gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen und geodeterministischer Faktoren

Large settlements in Great Britain: influence of general socio-political conditions and geo-determinist factors
[Zeitschriftenartikel]

Stollberg-Barkley, Dörte

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-48181-2

Weitere Angaben:
Abstract Um das Image der industriell errichteten Großsiedlungen in Großbritannien aufzuwerten reicht es nicht aus, wie bisher die Gebäude zu sanieren und gestalterische Veränderungen vorzunehmen. Ein Verständnis sowohl der inneren als auch der äußeren Faktoren, die auf die Großsiedlungen einwirken, ist nötig, um deren Qualität nachhaltig zu verbessern. Innere Faktoren beziehen sich auf die Bewohner der Siedlung, den Wohnungsbestand, die Wohngebäude und das Wohnumfeld während äußere Faktoren stadträumliche, regionale und landespolitische Einflüsse darstellen. Aufwertungsmaßnahmen und Förderprogramme in Großbritannien in den 90er Jahren konzentrierten sich ausschließlich auf die gebietsinternen Probleme. Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Maßnahmen nicht ausreichten, um das Image der Großsiedlungen aufzuwerten. Deshalb wird eine globalere Herangehensweise vorgeschlagen, die äußere Einflüsse in die Betrachtung einbezieht. Anhand der Großsiedlungen Newtown/ Birmingham und Wester Hailes/ Edinburgh wurde untersucht, wie nationale, regionale und stadträumliche Faktoren die Attraktivität der Großsiedlungen auf dem Wohnungsmarkt beeinflussen. Der Vergleich der beiden Fallstudien zeigt, dass in die Stadtstruktur integrierte Siedlungen bessere Überlebenschancen haben als Siedlungen in isolierter Stadtrandlage. Außerdem wird diskutiert, wie die wirtschaftliche Situation der Region die Sozialstruktur der Bewohner beeinflusst. Eine weitere Korrelation besteht zwischen der archite ktonischen Qualität der Gesamtstadt und der Akzeptanz der Wohnungen in den Großsiedlungen unter der Bevölkerung. Schlussfolgernd wird festgestellt, dass äußere Einflüsse eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Wohnqualität spielen. Bisher trafen die städtischen Wohnungsverwaltungen als Eigentümer des Wohnungsbestandes in den Großsiedlungen die Entscheidungen über Aufwertungsmaßnahmen. Für dauerhafte Lösungen ist es allerdings notwendig, verschiedene Akteure auf unterschiedlichen Ebenen in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. In Bezug auf die inneren Faktoren sind die Bewohner als direkt Betroffene die wichtigsten Ansprechpartner. In Bezug auf die äußeren Faktoren beeinflussen Politiker auf regionaler und Landesebene mit sozial- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen indirekt das Image der Großsiedlungen. Hier ergibt sich eine wichtige Rolle für die Stadt- und Regionalplaner in Großbritannien. Sie sind gefragt, um die Verbindung zwischen den Wohnungsfachleuten und den Politikern auf höherer Ebene herzustellen. Planer sind fähig, die realen Überlebenschancen einer Großsiedlung aus einem weiteren Blickwinkel einzuschätzen, der langfristige urbane und regionale Entwicklungstendenzen berücksichtigt. Nur eine enge Zusammenarbeit der Hauptakteure -Bewohner, Eigentümer, Stadt- und Regionalplaner sowie Politiker- auf allen Ebenen kann die vielschichtigen inneren und äußeren Probleme der britischen Großsiedlungen dauerhaft lösen.

To improve the image of industrially built large housing estates in Britain it is not sufficient only to repair building defects and change the appearance of the housing blocks. An understanding of internal as well as external issues which influence the quality of the large settlements is necessary. Internal issues relate to the residents in the area, the dwellings, the building blocks and the neighbourhoods within large housing settlements whereas external issues imply national, regional and local influences. Improvement activities and governmental subsidies in Britain in the 1990s concentrated primarily on the internal physical problems. It was, however, experienced that these changes did not enhance the image of the estates. Therefore, this paper suggests a more global approach which involves the wider external aspects. By means of the two housing estates Newtown/ Birmingham and Wester Hailes/ Edinburgh the influence of urban characteristics and regional issues on the image of large housing estates is examined. The comparison between the two case studies demonstrates that estates which are well intergrated in the urban city structure have better chances of survival in the long term. Moreover, ist is discussed how the economic situation of the region im pacts upon the social structure of the residents. A further correlation existes between the architectural quality of the city to which the housing estate belongs and the degree of acceptance of the dwellings on the large estate. The findings reveal an important role of external issues for the assessment of the housing quality in the areas. So far, the local authority housing departments as owners of the housing stock dealt on their own with the improvement of the large housing estates. The activities were piecemeal and did not result in durable improvements. For durable solutions it is, however, necessary to involve various actors on different levels in the decision-making process. Concerning the internal issues the residents as the directly affected are the most important partners. They should be in the centre of attention and the revitalisation activities should enhance their housing quality. Relating to external problems the politicians in local, regional and central governments indirectly influence the image of large housing estates. This reveals an important role for town and regional planners in Britain. They should take over the task to establish the connection between the housing owners and the politicians on higher governmental levels. Planners are able to assess the real situation of large housing estates from a wider angle incorporating long term urban planning issues and regional development tendencies. Only by close collaroration between the main groups of act ors -residents, housing owners, town and regional planners as well as politicians- the complex and interrelated internal and external problems on large housing estates in Britain can be solved effectively and achieve sustainable urban environments which are attractive on the housing market.
Thesaurusschlagwörter Great Britain; residential behavior; residential environment; social policy; revaluation; image; local factors; housing development; social policy; city center; determinants; area utilization; town
Klassifikation Raumplanung und Regionalforschung; Siedlungssoziologie, Stadtsoziologie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Seitenangabe S. 26-31
Zeitschriftentitel Europa Regional, 09.2001 (2001) 1
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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