Export für Ihre Literaturverwaltung

Übernahme per Copy & Paste
Bibtex-Export
Endnote-Export

       

Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Alltägliche Identitätskonstruktionen in der Republik Moldau zwischen Rumänismus und Moldovenismus

Everyday identity construction in the Republic of Moldavia between Romanianism and Moldavianism
[Zeitschriftenartikel]

Belina, Bernd; Arambaşa, Mihaela

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-48107-3

Weitere Angaben:
Abstract Um das postsowjetische nation building in der Republik Moldau konkurrieren zwei ideologische Angebote: der Rumänismus und der Moldovenismus. Während die Moldau für Rumänisten 1 Teil Großrumäniens ist bzw. sein sollte, betonen Moldovenisten die nationale Eigenständigkeit des Moldauischen. Folgt man der Einschätzung zahlreicher westlicher Beobachter, kann sich die rumänistische Nationalideologie dabei auf weitgehende Übereinstimmungen in Bereichen berufen, die üblicherweise zur Definition einer Nation herangezogen werden (v.a. Sprache, Geschichte, Traditionen). Gleichwohl hat sich in nationalen Debatten und im nationalen Recht weitgehend die moldovenistische Sicht durchgesetzt. Wir haben in zwei moldauischen Dörfern nahe der rumänischen Grenze untersucht, wie sich die Situation jenseits der großen Diskurse im und für den Alltag darstellt. Während die Ergebnisse bei der Frage Rumänismus vs. Moldovenismus uneindeutig sind, wirft ihre Interpretation die Frage auf, wie wichtig den Dorfbewohnern eine eindeutige nationale Identität überhaupt ist. Die These, die sich für uns daraus ableitet, dass nämlich nationale Identitäten von den Subjekten mitunter strategisch eingesetzt werden, im Alltag angesichts anderer, materieller Probleme jedoch eher nebensächlich sind, gilt es im Fortgang des Forschungsprojektes zu prüfen. (Autorenreferat)

Two ideological models are competing for post-Soviet nation building in the Republic of Moldavia: Romanianism and Moldavianism. While for Romanians Moldavia is (or should be) a part of greater Romania, Moldavians belabour Moldavia's national independence. The Romanian national ideology can rest assured it gets a great reception in areas normally used to define a nation (such as language, history and traditions). At the same time, the Moldavian point of view has asserted itself in most national debates and in national law. We investigated two Moldavian villages near the Rumanian border to demonstrate how things are for everyday people beyond the great narratives. In the issue of Romanianism vs. Moldavianism the findings are ambiguous, although the way this issue is interpreted throws a spotlight on the importance of a national identity for the persons from these villages. This research project will examine the thesis that subjects sometimes use national identities in a strategic fashion, even though they might lose importance in everyday affairs in comparison to other issues such as material problems. (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Moldova; national identity; state formation; national state; everyday life; cultural identity; language; culture; power; nationality; survey; sympathy; Romania; Russia; self-concept; mother tongue; citizenship
Klassifikation Raumplanung und Regionalforschung; Ethnologie, Kulturanthropologie, Ethnosoziologie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Seitenangabe S. 189-198
Zeitschriftentitel Europa Regional, 15.2007 (2007) 4
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
top