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Die Nationalparks in Rumänien im Kontext der EU-Erweiterung: ein Überblick

The national parks in Romania in the context of European Union enlargement: a cultural cross-section
[Zeitschriftenartikel]

Buza, Mircea; Geacu, Sorin; Dumitraşcu, Monica

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-48065-8

Weitere Angaben:
Abstract Rumänien verfügt über ein reiches und besonders vielfältiges Naturvermögen dank der Interferenz von drei biogeographischen Regionen: die Mitteleuropäische Region mit ihren dakischen und pannonischen Unterregionen, die Mittelmeerregion mit ihrer möesischen Unterregion und die Pontisch-kaspische mit ihrer pontischen Unterregion. Dieser Raum ist noch durch eine große Vielfalt von Landschaften charakterisiert, die nur wenig durch menschliche Tätigkeiten umgestaltet wurden. Ihr Schutz ist nicht nur dafür nötig, um letzte natürliche Landschaften und wertvollen Pflanzen- und Tierbestand zu bewahren, sondern auch um ihre nachhaltige Entwicklung zu sichern. Die Naturschutzgebiete nehmen zurzeit eine Fläche von 1.762.362,6 ha ein (7,39% der Fläche Rumäniens). Gemäß Gesetz Nr. 5 vom Jahre 2000 und dem Beschluss der rumänischen Regierung Nr. 2151 vom Jahre 2004 gibt es in Rumänien 958 Schutzgebiete: 12 Nationalparks (304.729 ha), 13 Naturparks (827.799,6 ha), von denen 3 Biosphärenreservate, 54 wissenschaftliche Reservate (100.224,1 ha), 601 Naturreservate (157.028, 9 ha) und 231 Naturdenkmäler sind. Die Naturschutzgebiete stellen heute die effizienteste Strategie zur Konservierung der natürlichen Biodiversität Rumäniens, einer der bedeutendsten in Europa, dar. Von den 12 Nationalparks ist der flächengrößte der Domogled-Valea Cernei (60.100 ha) und der flächenkleinste der Buila-Vânturarita Nationalpark (4.186 ha). Nur das Retezat-Gebirge wurde bereits zur Zeit des Rumänischen Königreiches zum Nationalpark erklärt, die meisten Nationalparks sind erst 1990, nach dem Sturz des kommunistischen Regimes, entstanden. Im Zuge der Angleichung an die europäischen Normen erweitert Rumänien den Umfang seiner geschützten Gebiete, die, gemäß des Beitrittsprogramms zur EU, 10% der Landesfläche einnehmen sollen. Neben den anderen Kategorien von Naturschutzflächen (Naturschutzgebiete, Naturparks und Biosphärenreservate) werden in Jahre 2006 vier weitere Nationalparks entstehen: die Jiu-Schlucht, das Fagaras-Gebirge und das Parâng-Gebirge in den Südkarpaten sowie das Ciucas-Gebirge an der Nahtstelle der Ostkarpaten mit den Südkarpaten. Für die Nationalparks sind die Kommision für Naturdenkmäler der Rumänischen Akademie sowie das Ministeriums für Umwelt und Gewässerwirtschaft verantwortlich. Ein weiteres von der EU gefördertes Projekt zum Schutz der Biodiversität ist das "Netzwerk Natura 2000", in dessen Rahmen Rumänien bis zum EU-Beitritt 2007 eine Liste der besonders wertvollen Pflanzen- und Tierarten, Lebensräume (Habitate) und Standorte (Vorkommen) erstellen soll. Zu diesem Zweck befassen sich mehrere Gruppen von Fachleuten (Botaniker, Zoologen, Entomologen, Ornithologen, Mammalogen, Herpetologen, Hydrobiologen, Forstwissenschaftler usw.) mit der Identifizierung der Arten, Lebensräume und Standorte von gesamtgesellschaftlichem europäischen Interesse. (Autorenreferat)

Thanks to the interference of the three biogeographic regions, Romania has a rich and especially diverse natural potential: the central European region with its Dacic and Pannonic subregions, the Mediterranean region with its Moesic subregion and the Pontic/Caspian region with its Pontic subregion. These areas still have a wide variety of different landscapes that have been changed little by human hands. It is not only necessary to protect them to preserve the last natural landscapes and valuable stock of plants and animals, but also to ensure their sustainable development. These nature conservation areas encompass 1,762,362. 6 hectares (7.39% of the area of Romania). Law number 5 from 2000 and resolution number 2151 from 2004 of the Romanian government set forth 958 conservation areas in Romania: 12 national parks (304,729 hectares) and 13 natural parks (827,799.6 hectares) with 3 biosphere reservations, 54 scientific reservations (100,224.1 hectares), 601 natural reservations (157,028.9 hect ares) and 231 natural landmarks. In the process of aligning their policy with European standards, Romania has been expanding the scope of its conservation areas that are supposed to encompass 10% of its natural area according to the accession programme of the European Union. Beyond the other categories of conservation areas (nature conservation areas, natural parks and biosphere reservations), four ot her national parks will be created in 2006: the Jiu Canyon, the Fãgãraº Mountain Range and the Parâng Mountain Range in the South Carpathian Mountains including the Ciu caº Mountain Range on the border of the East Carpathian Mountains with the South Carpathian Mountains. Another project funded by the European Union for conserving biodiversity is the Natura 2000 Network where Romania will draw up a list of the particularly valuable plant and animal species, living spaces and locations by the time Romania enters the European Union in 2007. Several groups of experts (such as botanists, zoologists, entomologists, ornithologists, mammalogists, herpetologists, hydrobiologists and forestry experts) have taken this occasion to identify the species, living spaces and locations that are of interest to all of Europe. (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Romania; Southeastern Europe; national park; environmental protection; conservation; nature reserve; EU expansion; sustainable development; biodiversity; plant protection; animal protection
Klassifikation Raumplanung und Regionalforschung; Ökologie und Umwelt
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2005
Seitenangabe S. 115-122
Zeitschriftentitel Europa Regional, 13.2005 (2005) 3
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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