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Reurbanisierung im Ruhrgebiet - neue Städter auf alten Flächen?

Reurbanization in the German Ruhr Area - new city dwellers on brownfield sites?
[Zeitschriftenartikel]

Franz, Martin; Gebert, Jens

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-47979-6

Weitere Angaben:
Abstract Ein gestiegenes Interesse am Wohnen im urbanen Umfeld hat dazu geführt, dass von einem Trend zur Reurbanisierung gesprochen wird. In dem vorliegenden Beitrag wird für das Ruhrgebiet das Bedingungsgeflecht zwischen Strukturwandel, demografischen Veränderungen, sozialem Wandel und Flächenentwicklung betrachtet und auf die Potenziale für eine Reurbanisierung in diesem besonderen Raum untersucht. Im Rahmen einer Spurensuche werden Anhaltspunkte identifiziert, die auf eine Stärkung von Innenstadtquartieren schließen lassen. Wichtig ist dabei die Beachtung der Zielgruppen Senioren, Migranten und Familien. Die tatsächliche Nutzung der Potenziale zur Reurbanisierung kann durch Maßnahmen von Kommunen und Immobilienmarktakteuren beeinflusst werden. Möglichkeiten zur städtebaulichen Förderung von Reurbanisierung sind zu sehen in Nachverdichtung durch Ausbau, Aufstockung oder Anbau sowie Baulückenschließung und Sanierungen im Altbestand, Rückbau nicht mehr zeitgemäßen Wohnungsbestandes und Neubau von zielgruppenentsprechenden Gebäuden auf den Rückbauflächen oder auf den bereits vorhandenen Potenzialflächen. Brachflächen können aufgrund ihrer Größe und häufig zentralen Lage Spielräume zur stadtplanerischen Gestaltung eröffnen. Allerdings sind zahlreiche Flächen im Kernruhrgebiet bereits vermarktet. Viele der aktuellen großen Brachflächen finden sich am Rand der Region oder sind wegen Lage und Zustand für Wohnnutzung nicht oder nur eingeschränkt geeignet. Allgemeiner ist festzustellen, dass eine demografiesensible Kommunalentwicklung notwendig ist, die die Langfristperspektive und Tragfähigkeit von Projekten und Bestand beachtet und die Folgekosten kalkuliert. Reurbanisierung im Ruhrgebiet ist als Belebung von Teilräumen in den Städten zu lesen und nicht als Entwicklung, in deren Verlauf der gesamte Kern der Region eine günstigere Bevölkerungsveränderung als Suburbia verzeichnet. Dies gilt nicht nur in den Kernstädten des Ruhrgebiets, sondern auch und vielleicht gerade in den Zentren der kleineren Städte in Randlage.

A growing interest in living in the urban environment has led to a discussion about a trend for reurbanization in different German regions. The paper is analysing the potential for reurbanization in the Ruhr region – a region between structural change, demographic decline and urban regeneration projects. Factors are identified that indicate a trend to strengthen the urban centres. For the trend of reurbanization it is important to observe the target groups seniors, immigrants and families. Ways to promote the reurbanization in the Ruhr region can be seen in activities like renovation of existing buildings, closing gaps between buildings, increasing the density and brownfield regeneration. New buildings should be customized to the target groups of reurbanization – a lot of building projects of the past have not been in line with the demand. Brownfields provide due to their size and their often central location possibilities for new urban development projects. However, many of the brownfields in the centre of the Ruhr area are already marketed. Now many of the major brownfields can be found at the edge of the region or are not adequate for residential use due to their location and/or condition. For future developments the urban planning should be aware of the demographic change. The planning of new projects should take the long-term perspective and follow-up costs into account. However, reurbanization in the Ruhr area is not a process that will culminate in a process in which the centre of the whole region will grow, but only as a process in which specific quarters take a positive development while other neighbouring quarters can still shrink. This is true not only in the core cities of the Ruhr area, but also and perhaps especially in the centres of the smaller towns in the suburban belt of the region.
Thesaurusschlagwörter Ruhr District; area utilization; urban development; urbanity; population development; structural change; social change; housing preference; city center; urban planning; town planning; spatial planning; city-suburban relationship; North Rhine-Westphalia; Federal Republic of Germany
Klassifikation Raumplanung und Regionalforschung; Siedlungssoziologie, Stadtsoziologie
Freie Schlagwörter Reurbanisierung; Brachfläche; Revitalisierung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2009
Seitenangabe S. 85-95
Zeitschriftentitel Europa Regional, 16.2008 (2009) 2
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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