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Migration in the Mediterranean

Migration im Mittelmeerraum
[Zeitschriftenartikel]

Swiaczny, Frank; Sauer, Lenore; Henning, Sabine

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-47967-5

Weitere Angaben:
Abstract Die internationale Migration im Mittelmeerraum hat seit den 1990er Jahren einen tief greifenden Wandel erlebt, sie hat erheblich zugenommen, ist deutlich heterogener geworden und aus den ehemaligen Abwanderungsgebieten im Süden Europas sind selbst Regionen mit Zuwanderungsüberschuss geworden. Mit dem Anwachsen der Zahl an Asylbewerbern, Flüchtlingen und undokumentierten Migranten seit den 1990er Jahren werden diese Wanderungsbewegungen in europäischer Wahrnehmung zunehmend als Bedrohung empfunden. Zahlreiche EU-Staaten haben hierauf mit einer Verschärfung ihrer Zuwanderungs- und Aufenthaltsgesetze reagiert, während andere der Zuwanderung in den Arbeitsmarkt positiver gegenüber stehen und wiederholt illegale Zuwanderung nachträglich regularisiert haben. Gleichzeitig hat die Ausweitung der EU und die damit verbundenen Freizügigkeitsregelungen für die Niederlassung von EU-Bürgern in anderen Ländern zwischenzeitlich einen EUBinnenwanderungsraum geschaffen, der sich von den benachbarten nicht EU-Ländern abhebt und in den Medien auch als „Festung Europa“ bezeichnet wird, deren Südgrenze den Mittelmeerraum durchschneidet. Während die EU bestrebt ist, Migration selektiv zu steuern, haben die südlichen Nachbarregionen ein Interesse, Wanderung für ihre eigene Entwicklung zu nutzen. Diese Interessengegensätze zu einem gegenseitigen Nutzen zu vereinen ist u.a. Ziel der EuroMediterranen Partnerschaft, bei der Wanderungsfragen gegenwärtig einen Arbeitsschwerpunkt darstellen. Der Beitrag beschreibt den Verlauf der Wanderungsströme im Mittelmeerraum und die in den Mittelmeerländern ansässige nicht-einheimische Bevölkerung2 nach ausgewählten Ländern im Überblick und stellt die aktuellen Wanderungstrends in den Zusammenhang regionaler Entwicklungsunterschiede und divergierender demographischer Entwicklungen in der Region. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen Ziele der aktuellen Wanderungspolitiken der Mittelmeeranrainer im Kontext der aktuellen internationalen Diskussion um die Ergebnisse der Global Commission on International Migration und dem Global Forum on Migration and Development zum Zusammenhang zwischen internationaler Wanderung und Entwicklung bzw. der Steuerung von Wanderung durch transnationale Kooperation analysiert und hinsichtlich möglicher künftiger Trends der internationalen Wanderung im Mittelmeerraum interpretiert.

International migration in the Mediterranean has changed dramatically since the 1990s. It has increased significantly, become far more heterogeneous and the former countries of emigration of Southern Europe have become preferred destinations of immigration flows themselves. With the increase in the number of asylum seekers, refugees and undocumented migrants since the 1990s, these migratory movements are increasingly perceived as a threat by many Europeans. Many EU countries have responded by tightening their immigration and residence laws, while others consider immigration into the labour market generally positively and have repeatedly regularised undocumented immigration flows. At the same time, the expansion of the EU and the related regulations on freedom of residence for EU citizens has created an internal migration space within the EU. Referred to in the media as “Fortress Europe”, this is separated from the neighbouring non-EU countries and has a southern border that cuts through the Mediterranean region. While the EU is striving to regulate migration selectively, its southern neighbours are interested in using migration to boost their own development. One of the goals of the Euro-Mediterranean Partnership, which is currently focusing on migration issues, is to unite these opposing interests for the benefit of all concerned. This article describes changes in the migration flows affecting the Mediterranean region, presents an overview of the foreign3 population in the Mediterranean countries based on selected examples and puts current migration trends into the context of regional development differences and divergent demographic developments in the region. It also analyses the different goals of the Mediterranean neighbouring countries’ current migration policies in the context of the recent international discussion on the results of the Global Commission on International Migration and the Global Forum on Migration and Development regarding the relationship between international migration and development as well as migration management through transnational cooperation. Further, the paper relates these policies to possible future trends in international migration in the Mediterranean region.
Thesaurusschlagwörter Mediterranean region; migration; migration policy; population development; nationality; international migration; refugee; asylum policy; EU; internal migration
Klassifikation Migration; Raumplanung und Regionalforschung
Freie Schlagwörter Demographie; menschliche Entwicklung
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2007
Seitenangabe S. 99-109
Zeitschriftentitel Europa Regional, 15.2007 (2007) 2
Heftthema The Mediterranean
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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