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Ausbildung bis 18: Grundlagenanalysen zum Bedarf von und Angebot für die Zielgruppe

[Forschungsbericht]

Steiner, Mario; Pessl, Gabriele; Karaszek, Johannes

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-47189-4

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Abstract Die Einführung einer Ausbildung bis 18 ist bei einer in Österreich seit Jahrzehnten bestehenden Schulpflicht von neun Schuljahren ein großer Einschnitt, sodass damit ein nationales Programm von bedeutender Dimension in Angriff genommen wird. Es wird das Ziel verfolgt, den Anteil der Bildungsabschlüsse auf der oberen Sekundarstufe zu erhöhen. Insofern handelt es sich um eine bedeutende nationale Initiative gegen frühen Schulabbruch. Der Bericht stellt die Ergebnisse der wissenschaftlichen Grundlagenanalysen dar, die im Auftrag von BMASK, BMBF und BMWFW durchgeführt wurden. Er umspannt quantitative Analysen zu Ausmaß und Ursprung von frühem Bildungsabbruch, qualitative Analysen zu Hintergründen, Problemlagen und Ressourcen von betroffenen Jugendlichen sowie Analysen der bereits existierenden Angebote im Bereich der Prävention gegen frühen Ausbildungsabbruch sowie entsprechender kompensatorischer Angebote. Zielgruppe der Ausbildung bis 18 sind rund 16.000 Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren. Dabei unterscheiden sich die Lebenssituation, der Grad der Systemferne und der Unterstützungsbedarf der Jugendlichen. Trotz einer großen Bandbreite von Ursachen für frühen Ausbildungsabbruch zeichnet sich als Gemeinsamkeit ab, dass schulischer Erfolg bzw. Misserfolg in hohem Maße von Problematiken und der Verfügbarkeit von Unterstützung im außerschulischen Umfeld der Jugendlichen abhängt. Dies wird in einem System, das auf Selektion der Besseren basiert, zusätzlich verstärkt. Österreichweit werden bereits beträchtliche Aktivitäten im Bereich der Kompensation eines fehlenden Abschlusses und der Systemintegration gesetzt. Um die Ausbildung bis 18 zu realisieren, ist es jedoch notwendig, den Bereich der Prävention auszubauen. Dies reicht von einer generellen Reduktion der Selektivität des Bildungssystems über einen Ausbau des Unterstützungssystems an Schulen bis hin zu einer gezielten Verteilung von Ressourcen an Schulstandorte, wo sich Problematiken häufen.

To introduce an obliging education and training up to the age of 18 (‚E&T up to 18‘) is a fundamental innovation, as in Austria compulsory education has for several decades been completed after the ninth school year. In that context, with ‘E&T up to 18’ a large scale national program of high significance is pushed. The goal is to increase the share of qualifications at upper secondary level. Concurrently it is the main national initiative to combat Early School Leaving (ESL). In the report, the findings of the baseline study that has been conducted on behalf of the Ministries of Social Affairs, of Education and of Economic Affairs are presented. The study encompasses quantitative analyses of the extent and origins of ESL, qualitative analyses of the backgrounds, problems and resources of early leavers as well as an analysis of preventive and remedial measures to tackle ESL. About 16.000 young persons between 15 and 17 constitute the target group of ‘E&T up to 18’. Their situations in life, the degree to which they are excluded from the education system – and therefore their needs for support – differ widely. Given a range of causes for ESL, one common link can be found anyway: Educational success and failure are connected with the absence of problems and the existence of support in the youth’s out-of-school environment. One driver in this context is an education and training system that is fundamentally based on selection. As far as remedial activities to compensate for a missing qualification and measures to help youths to re-integrate into the education system are concerned, efforts are being made all over Austria. Still, to implement the large-scale ‘E&T up to 18’ it will be necessary to put more effort into preventive measures: Prevention in this sense means a general reduction of the selectivity of the E&T system, the extension of in-school support systems as well as to channel resources to those schools that have to face problems above the average.
Thesaurusschlagwörter dropping out of school; dropping out of vocational training; Austria; adolescent; training success; school success; demand analysis; labor market policy; course of training; education system; vocational training system; drop-out; prevention; educational offerings
Klassifikation Makroebene des Bildungswesens
Freie Schlagwörter FABA; NEET; Absentismus; Betreuungspflichten; Migrationshintergrund; Fremdunterbringung; Fluchtbiografien; psychische Beeinträchtigung; Erwerbstätigkeit; Sonderschule; Early School Leaving; Case-Management; Jugendcoaching; Lehrlingscoaching; Arbeitsmarktstatus; Pflichtschulabschluss; Qualifikationsmaßnahme; Arbeitsmarktservice; Sozialministeriumservice; Lehrabschlussprüfung; Intervention; Kompensation
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2016
Auflage 1
Verlag ÖGB-Verl.
Erscheinungsort Wien
Seitenangabe 363 S.
Schriftenreihe Sozialpolitische Studienreihe, 20
ISBN 978-3-99046-223-2
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen
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