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Sind Geburten ansteckend? Fertilität und soziale Interaktion am Arbeitsplatz

Is childbearing contagious? Fertility and social interaction at the workplace
[Forschungsbericht]

Pink, Sebastian; Leopold, Thomas; Engelhardt, Henriette

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-46928-6

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb)
Abstract In dieser Studie untersuchen wir, ob Fertilität am Arbeitsplatz "ansteckend" ist: Erhöht sich die Neigung, erstmalig schwanger zu werden, nachdem eine Kollegin ein Kind zur Welt gebracht hat? Zur dieser Frage unterscheiden wir auf Basis der Analytischen Soziologie unterschiedliche Mechanismen, die einen solchen Interaktionseffekt vermitteln können. Für die empirische Analyse verwenden wir "Linked Employer-Employee" Daten (1993-2007) der Bundesagentur für Arbeit (N=42.394 Frauen in 7.560 Betrieben). Diskrete Ratenmodelle zeigen einen deutlichen Ansteckungseffekt im Jahr nach einem Geburtsereignis einer Kollegin. In diesem Zeitraum ist die Neigung für eine Schwangerschaft nahezu doppelt so hoch. Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass die Ansteckung von Fertilität am Arbeitsplatz sowohl bedürfnis- als auch für überzeugungsvermittelt verläuft. Dabei stärkt die Interaktion mit schwangeren Kolleginnen und/oder ihren Neugeborenen sowohl den Kinderwunsch selbst als auch das Selbstvertrauen bei bestehendem Kinderwunsch.

In this paper, we ask whether fertility at the workplace is "contagious", investigating the influence of colleagues’ fertility on women's transitions to first pregnancy. Our study is informed by the principles of analytical sociology, proposing different mechanisms that are likely to mediate social interaction effects on fertility. The empirical analysis draws on linked employer-employee panel data from the German Federal Employment Agency comprising 42,394 female co-workers in over 7,560 firms. Discrete-time hazard models reveal the existence of a contagion effect: In the year after a colleague gave birth, transition rates to pregnancy almost doubled. The results are consistent with desire- and belief-based mechanisms of social contagion, suggesting that interaction with pregnant colleagues and/or their newborns may generate or exacerbate the wish to have a child but also increase confidence in childbearing decisions by learning from a social model.
Thesaurusschlagwörter pregnancy; fertility; interaction; job; desire for children; social relations; network; Federal Republic of Germany
Klassifikation Bevölkerung; Allgemeine Soziologie, Makrosoziologie, spezielle Theorien und Schulen, Entwicklung und Geschichte der Soziologie
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2012
Erscheinungsort Bamberg
Seitenangabe 23 S.
Schriftenreihe ifb-Materialien, 5-2012
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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