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Power transition theory and the peculiar case of Weimarian Germany

[Arbeitspapier]

Rauch, Carsten

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-462152

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Abstract "For power transition theory (PTT) Germany offers a crucial case. Three wars initiated by Germany/ Prussia (the War of 1870/71, World War I and World War II) are among the chief vindications of PTTs central insight, that power transitions are prone to great power wars. In all three instances, Germany/Prussia was not only a rising power but also dissatisfied with the prevalent international order just as PTT expects. However, between 1870 and 1939 there are two further periods in which Germany reached parity with the dominant power in the 1920s. Peace prevailed according to PTT because Germany was satisfied with the status quo of the international order at the time. In this working paper, I will inquire into the Weimar Republics satisfaction status and show that PTT's standard argument claiming that Germany was satisfied is problematic. I argue that to bring the Weimar case in line with PTT it is necessary to adjust PTT in two ways: a) to discard the notion of satisfaction as a dichotomous variable and b) to correct PTT’s tendency to approach complex power relations as if they were simple bilateral stand-offs. This finding has important ramifications for the interpretations of the current global power shifts and a possible future power transition." (author's abstract)

"Deutschland ist für die Machtübergangstheorie (power transition theory, PTT) ein entscheidender Fall: Drei Kriege, die von Deutschland bzw. Preußen initiiert wurden (der Deutsch-Französische Krieg sowie die beiden Weltkriege), gelten den Vertreten dieser Theorie als wichtige empirische Bestätigung für ihre zentrale These, dass in Zeiten von Machtübergängen im internationalen System das Risiko für Großmächtekriege deutlich ansteigt. Deutschland/Preußen war vor jedem dieser Kriege nicht nur eine aufsteigende Macht, sondern zudem auch unzufrieden mit der vorherrschenden internationalen Ordnung, ganz wie von der PTT erwartet. Allerdings gab es zwischen 1870 und 1939 noch zwei weitere Zeitabschnitte in denen Deutschland eine Machtparität mit der dominanten Macht erreichte ohne dass es zu einem Krieg kam und zwar in den 1920er Jahren. Der PTT zufolge blieb es in diesen Zeiträumen friedlich, da Deutschland damals zufrieden mit der internationalen Ordnung gewesen sei. In diesem Arbeitspapier überprüfe ich den Zufriedenheitsstatus von Deutschland in der Zwischenkriegszeit und komme zu dem Ergebnis, dass das Standardargument der PTT, welches der Weimarer Republik Zufriedenheit mit der internationalen Ordnung zuspricht, nicht haltbar ist. Um den Fall der Weimarer Republik dennoch mit der Theorie in Einklang zu bringen, ist es nötig, diese in zwei Punkten zu modifizieren: Zum einen sollte Zufriedenheit nicht mehr als dichotome sondern als kontinuierliche Variable angesehen werden und zum anderen sollten komplexe Großmächtebeziehungen nicht behandelt werden, als seien sie rein bilaterale Duelle. Für die Interpretation der momentanen globalen Machtverschiebungen und potentiellen zukünftigen Machtübergängen haben diese Modifikationen bedeutende Auswirkungen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter international system; international relations; world politics; great power; change in power; conflict potential; war; world order; Weimar Republic (Germany, 1918-33)
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2016
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe 22 S.
Schriftenreihe PRIF Working Papers, 28
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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