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Disziplinäre Sozialisation in die Wissenschaft: Fallstudien einer Lehrforschung

[Arbeitspapier]

Düz, Fidan; Kressin, Lisa; Revuelta Nohl, Diego; Paasch, Michael; Paladines, Marco; Richter, Maren; Sazkeser, Semih; Suckow, Silvio

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://hdl.handle.net/10419/110622

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Abstract Dieses Diskussionspapier präsentiert und reflektiert die Ergebnisse aus der Lehrforschung "Sozialisation in die Wissenschaft. Ausbildung und Betreuung von Promovierenden", das im Winter- und Sommersemester 2013/2014 am Institut für Sozialwissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin vom Herausgeber durchgeführt wurde. Die zentrale Forschungsfrage der Lehrforschung war, auf welche Weise Promovierende in unterschiedlichen Disziplinen in die Wissenschaft sozialisiert werden. Dabei gingen wir von einem engen Zusammenhang zwischen den spezifischen Sachfragen einer Disziplin, ihrer Alltagsorganisation und den tatsächlich praktizierten Formen der Promotionsbetreuung aus. Wir nahmen zudem an, dass die disziplinären Sozialisationsweisen zu den gegenwärtig neu entwickelten Organisationsweisen der Promotion (z.B. Graduiertenschulen) in Spannung geraten können, wenn sie nicht hinreichend berücksichtigt werden. Neben dem Erkenntnisgewinn zu dieser Thematik war ein weiteres Ziel der Lehrforschung die Sozialisation von Studierenden in die Wissenschaft. Studierende sollten die Praktiken der Sozialforschung nicht nur über Bücher kennenlernen, sondern sich über die eigene Erhebung und Auswertung von Daten im Team praktisch aneignen können. Vom Feldzugang, über die Teamkoordination, die fallspezifische Methodenverwendung bis zur materialnahen Hypothesenentwicklung konnten sie sich auf den verschiedensten Ebenen an den praktischen Unwägbarkeiten der Forschung austesten. Inwiefern das Zusammenbinden von Lehre und Forschung ein wichtiges Element in der Gestaltung sozialwissenschaftlicher Studiengänge sein kann, wird eingangs reflektiert. Anschließend werden vier Einzelstudien der Feldarbeit vorgestellt. Darin entwickeln die Studierenden ein Konzept zur Erhebung von Promotionsabbrüchen (Kapitel II), rekonstruieren Sozialisationsprozesse in der Mikrobiologie (Kapitel III), in der Ökonomie (Kapitel IV) sowie in den Professionen Medizin und Ingenieurwissenschaft (Kapitel V). In allen -sehr verschieden organisierten- Disziplinen ist die intellektuelle Selbständigkeit von Promovierenden ebenso wichtig wie ihre Ausrichtung auf das Forschungsprogramm der Betreuenden. Hieraus entsteht eine strukturelle Spannung zwischen Autonomie und Kontrolle in der Promotionsbetreuung. (Autorenreferat)

This paper reflects the findings of the research seminar "Academic Socialization. Training and Supervision of PhD Students" in three dimensions (Institute for Social Sciences, Humoldt University Berlin, winter/summer term 2013/14): Firstly, the research seminar asks, in what way different disciplines shape the academic socialization processes of PhD students. The hypothesis was that content, social organization and socialization processes are tightly coupled in a discipline. In consequence, tensions between disciplinary and new organizational forms of doctoral education (i.e. graduate schools) emerge when central features of the discipline are not respected. Secondly, the paedagogical goal of the seminar was to introduce the students to the practice of social research. Students conducted empirical data in a team and had to cope with typical uncertainties of social research such as selecting and opening a field of inquiry, coordinating a team, using methods case sensitive or developing a hypothesis bottom up. The first chapter reflects on the possibilities and limitations of research rooted teaching processes in contemporary universities. In four studies the students, conceptionalize a survey on the drop off reasons of PhD students (Chapter II) and students analyze the socialization processes in microbiology (Chapter III), economics (Chapter IV) and the medical and engineering profession (Chapter V). We demonstrate that intellectual independence in persuing a PhD is as important as the link between the student and the reasearch program of the supervisor. This constitutes a structural tension between autonomy and control in all PhD supervisions. (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter socialization; science; promotion; student; autonomy; control; care; research approach
Klassifikation Wissenschaftssoziologie, Wissenschaftsforschung, Technikforschung, Techniksoziologie; Sozialpsychologie; Beratungswesen
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2015
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 128 S.
Schriftenreihe Discussion Papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik, Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik, SP III 2015-602
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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