Export für Ihre Literaturverwaltung

Übernahme per Copy & Paste
Bibtex-Export
Endnote-Export

       

Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Remont: housing adaptation as meaningful practice of space production in post-Soviet Tajikistan

Remont: Anpassung des Wohnraums als Praxis der Raumproduktion im postsowjetischen Tadschikistan
[Zeitschriftenartikel]

Sgibnev, Wladimir

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-456904

Weitere Angaben:
Abstract The proposed paper deals with multiple facets of the notion of remont, exploring urban space production in contemporary Tajikistan. Remont has come to bear in the post-Soviet Tajik context a wide range of meaning, in some way parallel to a Lefebvrian tripartite understanding of the production of space: Remont as perception refers to a good or a bad state of upkeep. Remont as conception refers to the desire to attain a certain remont status. Remont as adaptation refers to the activity being undertaken to reach this status. In this regard, remont is not only about attending to shortcomings, but is an active engagement with space, and a culturally embedded creative practice, aimed at reaching a normative set of spatial morality. I argue that the measure against which the need for remont is weighted, is obodi – beauty and habitability created by men’s hands. By means of remont, obodi is being enacted in Tajikistan’s urban space. Being a vector of spatial morality, remont is intimately tied to life-cycle rituals such as circumcisions, weddings and funerals, and thus takes part in projections and negotiations of modernity in post-Soviet urban Central Asia.

Die vorliegende Arbeit behandelt die verschiedenen Facetten des Begriffs "remont" und befasst sich in diesem Zusammenhang mit der Schaffung von urbanem Raum im modernen Tadschikistan. "Remont" hat im postsowjetischen tadschikischen Kontext eine Reihe von Bedeutungen erlangt, die auf gewisse Weise eine Parallele zum lefebvrianischen dreigeteilten Verständnis bei der Schaffung von Raum aufweist: "Remont" als Wahrnehmung bezeichnet einen guten oder schlechten Zustand bei der Instandhaltung. "Remont" als Konzept bezieht sich auf den Wunsch, einen bestimmten "remont"-Zustand zu erlangen. "Remont" als Anwendung steht für eine Aktivität, die unternommen wird, um diesen Zustand zu erreichen. In dieser Hinsicht geht es bei "remont" nicht ausschließlich darum, sich mit Mängeln zu beschäftigen, "remont" ist vielmehr eine aktive Auseinandersetzung mit dem Raum, eine kulturell eingebettete kreative Vorgehensweise, die darauf abzielt, einen normativen Rahmen für räumliche Tugendhaftigkeit zu erreichen. Ich argumentiere dahingehend, dass das Konzept, an welchem sich "remont" messen lassen muss, "obodi" ist: von Menschen geschaffene Schönheit und Bewohnbarkeit. "Obodi" wird im urbanen Raum Tadschikistans erst durch "remont" ermöglicht. Als Vektor einer räumlichen Tugendhaftigkeit ist "remont" eng mit den Ritualen des Lebenszyklus wie beispielsweise Beschneidungen, Hochzeiten und Bestattungen verbunden und damit Teil von Modernitäts-Projektionen und -Verhandlungen im postsowjetischen urbanen Zentralasien.
Thesaurusschlagwörter Tajikistan; residential behavior; life cycle; zone; constructivism; urban development; housing construction; post-socialist country; USSR successor state
Klassifikation Raumplanung und Regionalforschung
Freie Schlagwörter Remont; Raumproduktion; räumliche Tugendhaftigkeit
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2015
Seitenangabe S. 53-64
Zeitschriftentitel Europa Regional, 22.2014 (2015) 1-2
Heftthema Modernism and the (post-)socialist city
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
top