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Interkulturalität als immanenter Faktor in coaching und training: konzeptionelle Überlegungen

The intercultural as an immanent factor in coaching and training: conceptual considerations
[Zeitschriftenartikel]

Nazarkiewicz, Kirsten

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-454249

Weitere Angaben:
Abstract Coaching und Training werden von der zunehmenden internationalen Verflechtung und der transkulturellen Verfasstheit der Gesellschaften beeinflusst, daher benötigen beide Formate eine kulturreflexive Perspektive. Drei miteinander korrespondierende Metakonzepte für den kultursensiblen Begleitprozess können in diesem Zusammenhang hilfreich sein: Zum einen geht es um die interkulturelle Bewältigung von Missverständnissen, die beim Aufeinandertreffen von Vertretern verschiedener Kulturkreise entstehen. Zum anderen sollten die Einflüsse multikultureller Umgebungen und unterschiedlichster Systeme und Kollektive berücksichtigt werden. Als Erweiterung der interkulturellen und multikulturellen Herangehensweise ist schließlich ein transkulturelles Vorgehen zu empfehlen, welches Machtverhältnisse, soziale und individuelle Positionierungen und Entwicklungsziele beachtet. Am Beispiel der Formate Coaching und Training werden diese drei Perspektiven vorgestellt und um weitere konzeptionelle Aspekte für das Training erweitert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie können Trainingsgebiete, die nicht als interkulturell gelten, wie z. B. Entwicklung von Führungskompetenzen, Projekt- oder Konfliktmanagement u. v. m., so kulturreflexiv konzipiert werden, dass die typischen trainierten Wissensbestände den multikulturellen Anforderungen der heutigen Lebens- und Arbeitswelt entsprechen? Sechs Möglichkeiten werden aufgezeigt, deren Umsetzung bei allen Beteiligten Umdenken und Perspektivenwechsel erforderlich macht.

Coaching and training are affected by the increasing international interdependence and the transcultural character of societies. Therefore both these forms need a cultural reflexive perspective. Three corresponding meta-concepts could be helpful to support conducting coaching and training in a culture-sensitive way: on the one hand, there are misunderstandings emerging from the clash of cultures, on the other hand, people have to cope with the multicultural environment and the different collectives and systems they live in. These two approaches need to be extended to a transcultural perspective, which reflects social and individual positioning and development goals as well as power levels. The practical application of these meta-concepts is illustrated in view of coaching as well as training contexts. Focussing on the conceptual implications for training design, especially with regard to training subjects that are not considered as intercultural in the first place, such as leadership competences, project or conflict management etc., the question arises: How could we design these trainings in a culture-reflexive way so that they provide the skills and knowledge needed for living and working in today's multicultural environment? Six approaches are considered; putting them to practice will, however, require some out-of-the-box thinking from everyone involved.
Thesaurusschlagwörter sociology; adult education; intercultural communication; coaching; reflexivity; culture; training; multicultural society
Klassifikation Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie; interpersonelle Kommunikation; Bildungswesen quartärer Bereich, Berufsbildung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2013
Seitenangabe S. 47-68
Zeitschriftentitel interculture journal: Online-Zeitschrift für interkulturelle Studien, 12 (2013) 20
Heftthema Kulturproduktion und Kulturreflexivität
ISSN 2196-9485
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung
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