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Web 2.0-Anwendungen in den Kommunen des Landes Sachsen-Anhalt

[Forschungsbericht]

Tschorn, Jennifer; Weber, Christian; Weiß, Jens; Busch, Felix; Dlugos, Luisa; Döhlert, Christin; Garlipp, Svea; Koch, Stephan; Nagat, Max; Strube, Madeleine; Vorwerk, Anika; Weber, Diana; Wilksch, Jennifer

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-454195

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Hochschule Harz, FB Verwaltungswissenschaften
Abstract Der vorliegende Bericht ist das Ergebnis eines einjährigen Studienprojekts am Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz, in dem der derzeitige Einsatz und die potenziellen Einsatzmöglichkeiten von Web 2.0-Anwendungen in den Kommunen des Landes Sachsen-Anhalts untersucht wurden. Im Rahmen des Projekts wurden alle 134 Kommunen des Landes in einem Online-Survey befragt, darüber hinaus wurden in drei Kommunen vertie-fende Interviews durchgeführt und einzelne Aspekte der Web 2.0-Nutzung in einem Online-Forum mit Verwaltungsbeschäftigten und weiteren Expertinnen und Experten diskutiert. Insgesamt ist festzustellen, dass bislang nur ein Bruchteil der Kommunen in Sachsen-Anhalt - wir gehen von maximal 25% aus - Web 2.0-Anwendungen nutzt. Am Stärksten werden bis-lang offene, privatwirtschaftlich betriebene soziale Netzwerke, wie zum Beispiel Facebook, eingesetzt. Auf Basis der vorliegenden Ergebnisse muss bezweifelt werden, dass Kommunen von der Nutzung konventioneller sozialer Netzwerke grundsätzlich in einem Maß profitieren können, das den notwendigen Aufwand rechtfertigen würde. Kommunen, die entsprechende Anwen-dungen nutzen, sehen zwar zumindest teilweise einen Mehrwert. Die Argumente sind aber überwiegend sehr subjektiv. Die Nutzung konventioneller sozialer Netzwerke, wie zum Beispiel Facebook, kann daher nicht pauschal empfohlen werden. Dagegen liegt mit sogenannten Anliegenmanagementsystemen ein Beispiel für eine spezifisch von Kommunen nutzbare Web 2.0-Anwendung vor, aus dem auch Konsequenzen für weiter-führende Nutzungsformen und Neuentwicklungen gezogen werden können. Spezifisch für kommunale Verwaltungen entwickelte, kooperativ implementiert und genutzte Anwendungen, die eine elektronische Kollaboration zwischen Verwaltungen und Stakeholdern in Kernprozes-sen der Kommunalverwaltung ermöglichen, scheinen eine durchaus erfolgsversprechende Option. Neben einer thematischen Erweiterung auf allgemeine und alltägliche Themen der Interaktion von Bürgerinnen und Bürgern mit der kommunalen Verwaltung müssen auch die kooperativen Strukturen zur Entwicklung und zum Betrieb entsprechender Lösungen noch weiter entwickelt werden.
Thesaurusschlagwörter Saxony-Anhalt; Federal Republic of Germany; municipal administration; web 2.0; electronic government; social media; utilization; public administration; cooperation; citizens' participation
Klassifikation Verwaltungswissenschaft; interaktive, elektronische Medien
Methode empirisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2015
Erscheinungsort Halberstadt
Seitenangabe 53 S.
Schriftenreihe Local Government Transformation, 3
Status Erstveröffentlichung; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht-kommerz.
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