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Vision einer maritimen Seidenstraße: China und Südostasien

[Arbeitspapier]

Schüller, Margot; Nguyen, Tam

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-454181

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien
Abstract Im Kern der von China vorgestellten Vision einer maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts steht der Ausbau der Infrastruktur, um Handel und Investitionen auszuweiten. Vor allem den südostasiatischen Nachbarländern bietet dieses Konzept neue Entwicklungschancen, verstärkt jedoch auch die Diskussion über die wachsende Dominanz Chinas in der Region. Das im März 2015 von der chinesischen Regierung veröffentlichte Dokument "Vision and Actions on Jointly Building Silk Road Economic Belt and 21st-Century Maritime Silk Road" repräsentiert ein ambitioniertes Konzept für die Entwicklung großer Wirtschaftsräume. Die maritime Seidenstraßen-Initiative zielt dabei vor allem auf die engere wirtschaftliche Kooperation von China mit Südostasien. Allerdings wird das chinesische Integrationsmodell in der Region nicht vorbehaltlos akzeptiert. Die globale Bedeutung der maritimen Seidenstraßen-Initiative Chinas liegt im Ausbau der Schifffahrtswege zwischen Asien und Europa, die durch den Indischen Ozean und das Mittelmeer bis nach Rotterdam und Hamburg führen. Die chinesische Initiative wird von den Regierungen der südostasiatischen Region offiziell begrüßt. China wirbt mit dem Hinweis positiver Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung, den Wohlstand und die politische Stabilität in der gesamten Region. Die Umsetzung der Initiative würde die wirtschaftliche und politische Macht Chinas gegenüber den ASEAN-Mitgliedsstaaten weiter stärken. Schon jetzt besteht eine asymmetrische Beziehung. Kritiker in der Region fürchten, dass sich ein auf China zentriertes Asien entwickeln könnte. Vor allem wirtschaftlich wenig entwickelte ASEAN-Mitgliedsstaaten wie Vietnam weisen wegen unzureichender Finanzierungsmöglichkeiten eine schwache Infrastruktur auf. Im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative könnte Vietnam Defizite in der Infrastruktur beseitigen. Aufgrund des Konflikts im südchinesischen Meer genießt China in Vietnam allerdings nur geringes Ansehen, sodass diese Initiative mit gemischten Gefühlen gesehen wird.
Thesaurusschlagwörter China; ASEAN; Southeast Asia; economic development (on national level); free trade; infrastructure; investment; economic policy; economic cooperation; economic integration; political power; economic power; bilateral relations; economic relations; Vietnam
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Freie Schlagwörter Maritime Seidenstraße
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2015
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 8 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Global, 7
ISSN 1862-3581
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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