Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Frame management: intercultural competence development through conduct of talk

Rahmenmanagement: interkulturelle Kompetenzentwicklung durch Gesprächsführung
[Zeitschriftenartikel]

Nazarkiewicz, Kirsten

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-453007

Weitere Angaben:
Abstract Die Bedeutung von Gesprächsführung als Instrument zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen wurde bisher stark vernachlässigt. Der vorliegende Beitrag reflektiert die Kommunikation im Training als entscheidende Dimension des interkulturellen Lernens speziell mit Blick auf Teilnehmende aus technisch orientierten Kontexten. In einem ersten Schritt werden drei grundlegende Forschungserkenntnisse zu charakteristischen Orientierungen und sozialen Erwartungen in Lernkontexten vorgestellt. Die herauspräparierten regelmäßigen Verhaltensmuster zeigen eine Tendenz, Gespräche themenorientiert und nach einer expertenzentrierten binären Logik von "richtig oder falsch" zu leiten. Ich werde argumentieren, dass die unreflektierte Reproduktion dieser pädagogischen Struktur nicht hilfreich für interkulturelles Lernen ist, und aufzeigen, wie man diese unhintergehbaren Erwartungen für einen kollektiven interkulturellen Lernprozess nutzen kann. So entsteht eine gleiche Augenhöhe zwischen Experten zweier Subkulturen (technischen und interkulturellen Experten). Daran anknüpfend werden vier Arten von kommunikativen Strategien und Interventionen vorgestellt und illustriert. Diese ermöglichen den Trainern eine Gesprächsführung, welche die Entwicklung von interkultureller Kompetenz bei allen Beteiligten (die Trainer eingeschlossen!) unterstützt. Der Beitrag betont das Rahmenmanagement als Methode zur Vermeidung rein inhaltsbezogener, normativ ausgerichteter Trainings durch die Nutzung verbaler und paraverbaler Techniken und unterschiedlicher Interventionsformen.

The relevance of conversation as a learning tool to gain intercultural competence has been underestimated so far. This paper reflects on communication as a crucial dimension of intercultural learning processes while focusing in particular on the target group of engineers. It begins by presenting three significant findings on the characteristics of communication in educational settings. These observed regularities reveal a temptation to organize conversations in a fact-oriented and expert-centered true-false logic. I will argue that the unconscious reproduction of this pedagogical structure is not helpful for intercultural learning and show how to use these orientations for a collective intercultural learning process that involves experts of different subcultures (technical and intercultural expert) interacting on equal terms. Hence, four approaches for the conduct of talk of interculturalists or trainers to foster intercultural competences are introduced and illustrated. The paper emphasizes the art of "frame-work" as a method to evade the risk of purely content-oriented and normatively loaded seminars by using verbal and paraverbal techniques and different interventions.
Thesaurusschlagwörter intercultural skills; intercultural communication; moderation of discussion; training
Klassifikation interpersonelle Kommunikation; Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie; Sonderbereiche der Pädagogik
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2012
Seitenangabe S. 31-46
Zeitschriftentitel interculture journal: Online-Zeitschrift für interkulturelle Studien, 11 (2012) 18
Heftthema Intercultural engineering
ISSN 2196-9485
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung
top