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Die Kontinuität und Wirkmächtigkeit von Fremdheitskonstruktionen in antiislamischen Diskursen

The continuity and powerful impact of strangeness constructions in anti-Islamic discourses
[Zeitschriftenartikel]

Akbulut, Nurcan

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-452897

Weitere Angaben:
Abstract Westliche Orient-Rezeptionen sind gekennzeichnet durch eine einseitig konstruierte artifizielle Orientwirklichkeit, deren Herstellung auf einer antagonistisch-dichotomischen Logik basiert. Auf diese Weise produzierte Orientbilder, bringen Sinnbezüge hervor, die auf kultur-konträre Symbolisierungen rekurrieren und schließlich auf die Konstituierung von hegemonialen Über- und Unterordnungsverhältnissen abzielen. Durch Fremdmarkierungen von Kulturen und Religionen werden hegemoniale Dominanzansprüche wirksam zur Geltung gebracht. In diesem Zusammenhang haben zweckdienliche Fremdheitskonstruktionen eine wirkmächtige und unhinterfragte Kontinuität entwickelt. Die Persistenz von stereotypen Vorstellungen über den Islam und die damit einhergehende Konstruktion einer scheinbar unüberwindbaren Fremdheit erklärt sich zum einen durch Transformation von Orientimaginationen zu ubiquitären Islambildern und zum anderen durch Forcierung einer pejorativen Wahrnehmung und Bewertung einer ausschließlich mit dem Islam assoziierten deklarierten Fremdheit, die ihre Wirkmächtigkeit insbesondere in antiislamischen Diskursen im hiesigen gesellschaftlichen Kontext entfaltet. Diese konturierten Gedanken greift der vorliegende Beitrag auf, konkretisiert und problematisiert sie, indem er den unhinterfragten Sinnzusammenhang bei der Konstruktion und Perpetuierung von Fremdheit hinterfragt.

Western receptions of the Orient are characterized by a unilateral constructed Orient reality, whose production is based on an antagonistic-dichotomizing logic. Orient images produced in this way point out that cultures are depicted as opposed to each other and ultimately aim at formation of hegemonic relationships. By ascribing strangeness to cultures and religions dominance claims can be asserted effectively. In this context, constructions of strangeness serve a certain purpose and developed a powerful and unchallenged continuity. The persistence of stereotypes about Islam and the concomitant construction of a seemingly insurmountable strangeness can be explained firstly by transformation of Orient imaginations to ubiquitous images of Islam, and secondly by reinforcing a pejorative perception and assessment of a declared strangeness, which is exclusively associated with Islam. This consciously perceived kind of strangeness unfurls his powerful impact especially in anti-Islamic discourses in the contemporary society. The present paper takes up these contoured thoughts, concretizes and problematizes them by questioning the unquestioned meaning of construction and perpetuation of strangeness.
Thesaurusschlagwörter orientalism; stereotype; hegemony; Islam; culture; religion; stereotype
Klassifikation Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie; Religionssoziologie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2013
Seitenangabe S. 37-46
Zeitschriftentitel interculture journal: Online-Zeitschrift für interkulturelle Studien, 12 (2013) 20
Heftthema Kulturproduktion und Kulturreflexivität
ISSN 2196-9485
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung
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