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From given cross-cultural difference to a new interculture: a sino-german example

Von bestehenden Kulturunterschieden zu einer neuen Interkultur: ein chinesisch-deutsches Fallbeispiel
[Zeitschriftenartikel]

Mahadevan, Jasmin; Weißert, Stefan; Müller, Franziska

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-452491

Weitere Angaben:
Abstract Der vorliegende Beitrag zeigt die Entstehung einer neuen Inter-Kultur für eine konkrete deutsch-chinesische Unternehmenskooperation auf. Die Daten wurden mittels teilnehmender Beobachtung erhoben. Kultur wird in diesem Kontext als intersubjektive Bedeutungsherstellung verstanden. Es wird zwischen emischen und etischen Perspektiven auf Kultur unterschieden. Die Kernfrage bestand darin herauszufinden, inwieweit bestehende kulturelle Unterschiede, die auf sozio- und nationalkulturellen Dimensionen basieren, kontextualisiertes Verhalten determinieren und inwieweit MitarbeiterInnen eines chinesisch-deutschen Dienstleistungsunternehmens in der Interaktion miteinander eine neue Inter-Kultur erschaffen. In dem hier diskutierten Fall geschieht dies durch den kollektiven Gebrauch eines Umdeutung von "Praktikabilität" (practicality). Der Hauptbeitrag dieser Artikels ist folgende Erkenntnis: Kulturdimensionen beschreiben lediglich anfängliche kulturelle Unterschiede, sagen jedoch nichts aus über den von uns identifizierten Prozess kultureller Neuschöpfung, den wir als Intercultural Creation benennen. Diese Erkenntnis soll Interkulturalisten Denkanstöße für die Praxis liefern. Mit unserem Beitrag verlassen wir den Fokus auf kulturvergleichende, durch Kulturdimensionen vorgegebene Unterschiede (im Englischen als cross-cultural benannt). Wir implementieren einen paradigmatischen Wandel hin zu einem interkulturellen Verständnis emischer Prozesse des kulturellen Sinnmachens.

This paper shows for a specific Sino-German case how a new interculture emerges in cross-cultural settings. It is based on participant observation in a Sino-German company. Culture is conceptualized as intersubjective sensemaking. Emic and etic perspectives on culture are differentiated. The study asked to what extent given cross-cultural difference based on large-scale cultural constructs determine behavior and to what extend employees in a Sino-German service company create a new inter-culture when interacting with each other. In our Sino-German case, employees bridged cultural difference via a new concept of "practicality". The main implication is: Cross-cultural dimensions merely describe initial cross-cultural difference, but not the nature and the outcome of Intercultural Creation. These findings encourage interculturalists to rethink their cultural practice. Hence, we implement a paradigmatic shift towards an intercultural understanding of emic cultural meanings instead of focusing on cross-cultural difference based on predefined cross-cultural dimensions.
Thesaurusschlagwörter culture; intercultural comparison; Federal Republic of Germany; China; enterprise; service; cooperation; intercultural factors; cultural identity
Klassifikation Management; Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie
Freie Schlagwörter kultureller Unterschied
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2011
Seitenangabe S. 55-76
Zeitschriftentitel interculture journal: Online-Zeitschrift für interkulturelle Studien, 10 (2011) 14
Heftthema Ein Quantum Kompetenz: Interkulturalität zwischen Ost und West
ISSN 2196-9485
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung
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