Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Die Bedeutung von Emotionen in der koreanischen Interaktion

Importance of emotions in interpersonal relationships and social networks in Korea
[Zeitschriftenartikel]

Scherpinski - Lee, Anja

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-452350

Weitere Angaben:
Abstract Im Vergleich zu Deutschland lässt sich Korea als kollektivistische Kultur verstehen. Der Kollektivismus kann als Resultat des Konfuzianismus betrachtet werden, der Korea jahrhundertelang geprägt hat. Konfuzianische ethische Wertvorstellungen spielen auch heute noch eine essentielle Rolle in der Art und Weise, wie Koreaner interpersonale Beziehungen pflegen und sich in sozialen Netzwerken verhalten. Während in Deutschland das Engagement, das in interpersonale Beziehungen und sozialen Gruppen eingebracht wird, eher als optional und symmetrisch reziprok betrachtet wird, betonen konfuzianisch geprägte Wertvorstellungen bedingungslose gegenseitige Verpflichtung und den Aufbau und Erhalt eines "Wir-Gefühls". Dabei bildet der Umgang mit Emotionen, die sich zwischen den Interaktionspartnern entwickeln, den Kern der Beziehungspflege. Zwei indigen koreanische Gefühlsmodi -Shimjung und Jung- werden als Schlüsselkonzepte für das Verständnis koreanischer Interaktionsmechanismen verstanden und sollen im vorliegenden Beitrag genauer betrachtet werden.

Compared to Germany, Korea is a collectivist culture. Collectivism is considered to be a result of Confucianism which has influenced the Korean culture for hundreds of years. Confucian ethical values still play an essential role in the manner and ways Koreans establish and maintain interpersonal relationships and integrate themselves in social groups. Whereas Germans consider involvement in relationships and networks optional and reciprocally symmetrical, Confucian ethics view relationships asymmetrical and obligatory. While interacting with others high emphasis is placed on emotions that bind people together and lead to a sentiment of "we-ness" felt by partners of a relationship. Two unique indigenous phenomena -shimjung and jung- are regarded as key concepts one has to grasp in order to understand how Koreans interact with each other. The aim of this article is to explain these concepts and to point out crucial characteristics in the Korean ways of networking.
Thesaurusschlagwörter North Korea; South Korea; emotionality; value-orientation; ethics; Confucianism; interaction; interpersonal communication; social relations; collectivism
Klassifikation Allgemeine Psychologie; Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie; Allgemeine Soziologie, Makrosoziologie, spezielle Theorien und Schulen, Entwicklung und Geschichte der Soziologie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2011
Seitenangabe S. 87-108
Zeitschriftentitel interculture journal: Online-Zeitschrift für interkulturelle Studien, 10 (2011) 14
Heftthema Ein Quantum Kompetenz: interkulturalität zwischen Ost und West
ISSN 2196-9485
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung
top