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Dysfunctional institutions, social trust, and governance in areas of limited statehood

[Arbeitspapier]

Risse, Thomas; Börzel, Tanja A.

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-450146

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Freie Universität Berlin, SFB 700 "Governance in Areas of Limited Statehood: New Modes of Governance?"
Abstract Areas of limited statehood where the state is absent or dysfunctional are rarely ungoverned or ungovernable spaces. The provision of rules and regulations as well as of public goods and services - governance - does not necessarily depend on the existence of functioning state institutions. How can this be explained? This article makes two claims. First, we identify functional equivalents to state institutions that fail to govern hierarchically. Second, we focus on informal institutions based on social trust that are endogenous to areas of limited statehood. Personalized social trust among community members enables actors to overcome collective action problems, enhancing the legitimacy of governance actors. The main challenge in areas of limited statehood, which are often characterized by social heterogeneity and deep social and cultural cleavages (particularly in post-conflict societies), is to move from personalized to generalized trust in "imagined communities" despite dysfunctional state institutions. We argue that generalized trust in areas of limited statehood crucially depends on inclusive social identities as an enabling condition for effective and legitimate governance.

Räume begrenzter Staatlichkeit, in denen der Staat entweder abwesend oder dysfunktional ist, sind selten unregiert oder unregierbar. Die Bereitstellung von Regeln, öffentlichen Gütern und Dienstleistungen - Governance - hängt nicht notwendigerweise von funktionierenden staatlichen Institutionen ab. Wie kann dies erklärt werden? Der Aufsatz stellt zwei Argumente vor. Erstens identifizieren wir funktionale Äquivalente zu staatlichen Institutionen, die nicht mehr hierarchisch steuern können. Zweitens fokussieren wir auf informelle Institutionen, die auf sozialem Vertrauen beruhen und in Räumen begrenzter Staatlichkeit vorfindbar sind. Personalisiertes soziales Vertrauen zwischen Mitgliedern einer Gemeinschaft ermöglicht Akteuren, Probleme kollektiven Handelns zu lösen. Außerdem stärkt es die Legitimität von Governance-Akteuren. Räume begrenzter Staatlichkeit sind aber häufig durch soziale Heterogenität gekennzeichnet und sozial wie kulturell tief zerklüftet (vor allem in Post-Konflikt-Gesellschaften). Deshalb besteht die zentrale Herausforderung darin, personalisiertes in generalisiertes Vertrauen in "imaginierten Gemeinschaften" zu verwandeln trotz dysfunktionaler staatlicher Institutionen. Wir argumentieren, dass generalisiertes Vertrauen in Räumen begrenzter Staatlichkeit von inklusiven sozialen Identitäten abhängt als einer Erfolgsbedingung für effektive und legitime Governance.
Thesaurusschlagwörter governance; statehood; self-organization; political governance; confidence; social capital; collective behavior; political actor
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; Staat, staatliche Organisationsformen
Freie Schlagwörter social trust; informal institutions
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2015
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 28 S.
Schriftenreihe SFB-Governance Working Paper Series, 67
ISSN 1864-1024
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Digital Peer Publishing Licence - Basismodul
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