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Soziale Praxis - Institutionen - Diskurse - Erfahrung: Behinderung im Problematisierungsprozess

Social Practice - Institutions : Discourses - Experience Disability as Process of Problematisation
[Zeitschriftenartikel]

Groenemeyer, Axel

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-447957

Weitere Angaben:
Abstract "Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass Behinderung in einer soziologischen Perspektive weder sinnvoll als Personenmerkmal noch als eine stabile Lebenslage zu untersuchen ist. Stattdessen wird vorgeschlagen, Behinderung als sozialen Prozess der Problematisierung auf verschiedenen Ebenen zu erklären. Erstens kann Behinderung als eine situierte und routinisierte soziale Praxis, ein doing disability, in der Kategorisierungs- und Moralarbeit geleistet wird, aufgefasst werden. Praxis ist zweitens zugleich immer eingebunden in Prozesse der Institutionalisierung, über die zumindest zeitweise über normative Erwartungen und ein routinisiertes Wissensrepertoire wirkmächtige Handlungserwartungen konstituiert sind. Institutionen wiederum können drittens verstanden werden als verkörperte oder kristallisierte Diskurse, über die in Deutungskämpfen um die 'richtige' Problemdeutung gestritten wird. Schließlich ist Behinderung viertens aber auch eine Form von Subjektivitätsentwicklung, die als Erfahrung und Biografie im Kontext von sozialer Praxis, Institutionalisierung und Diskursen erlebt und erlitten wird, die aber gleichzeitig die Grundlage für soziale Praxis und die Reproduktion von Institutionen und die Legitimität von Diskursen darstellt." (Autorenreferat)

"From a sociological perspective, it makes little sense to analyse disability as a distinctive personal feature or as a stable existential condition. Therefore, this article suggests explaining disability as a social process of problematisation on various levels. First, it can be understood as a situated and routinised social performance, as a form of doing disability, involving categorisation and moral work. But this type of social practice is always embedded in processes of institutionalisation in which normative expectations and a routine knowledge repertoire create very influential conditions for action. Thirdly, institutions can be perceived as crystallised or embodied discourses that compete in Interpretation wars aiming at the 'correct' interpretation of the disability 'problem'. Finally, disability also represents a form of subjectivity development that individuals experience and suffer on the experiential and biographical levels - be it in the context of social practice, institutionalisation or discourses. In parallel, it forms a Basis for social practice as well as the reproduction of institutions and the legitimisation of discourses." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter disability; institution; discourse; experience; practice; subjectivity
Klassifikation soziale Probleme
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2014
Seitenangabe S. 150-172
Zeitschriftentitel Soziale Probleme, 25 (2014) 2
Heftthema Diversität und Inklusion: Umgang mit Vielfalt und Verschiedenheit bei Beeinträchtigung und Behinderung
ISSN 0939-608X
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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