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Die Ausgrenzung des Tabakgebrauchs aus dem öffentlichen Raum: die Einstellungen der Bürger zu Rauchverboten und die Entstehung neuer Konfigurationen sozialer Repräsentation

The Exclusion of Tobacco Use from Public Space: Attitudes of the Population Towards Smoking Bans and the Emergence of New Configurations of Social Representation
[Zeitschriftenartikel]

Reuband, Karl-Heinz

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-441298

Weitere Angaben:
Abstract "Der Tabakgebrauch unterliegt in der öffentlichen Bewertung einer Neuetikettierung. Während er einst als ein weitgehend 'normales' Verhalten bewertet wurde, ist er zunehmend zu einer Form abweichenden Verhaltens geworden. Auf der Grundlage repräsentativer Bevölkerungsumfragen in Hamburg wird untersucht, wie sich die Befürwortung von Rauchverboten in der Bevölkerung verändert hat. Grundlagen sind drei repräsentativ angelegte postalische Umfragen aus der Zeit vor und nach Einführung der Rauchverbote in der Gastronomie, durchgeführt auf der Grundlage einer Random-Stichprobe aus dem Einwohnermelderegister in den Jahren 2004, 2008 und 2011 (N pro Erhebungszeitraum 410-689). Den Erhebungen zufolge ist die Bereitschaft, Rauchverbote zu befürworten, kontinuierlich gestiegen. Es wird - wie im Fall von Kneipen und Bars - jedoch nicht notwendigerweise ein totales Rauchverbot, sondern ein partielles Rauchverbot (mit Raucherräumen oder Raucherkneipen) befürwortet. Ob sich Nichtraucher für Rauchverbote aussprechen, ist maßgeblich davon abhängig, welche Gefahren sie dem Passivrauchen zuschreiben. Überproportional befürwortet werden die Verbote von Personen, die ihre eigene Gesundheit als 'sehr gut' einstufen. In früheren Erhebungen bestand diese Beziehung nicht. Vermutlich ist die neue Konfiguration Ausdruck einer Situation, in der die Bejahung von Rauchverboten zum Bestandteil eines Lebensstils geworden ist, der von den jeweiligen Akteuren als betont gesundheitsbewusste Lebensführung verstanden wird." (Autorenreferat)

Tobacco use is undergoing a process of relabeling. Whereas it was once widely seen as 'normal', it is now undergoing a labeling process that makes it a form of deviant behavior. The paper deals with the change in people's attitudes towards tobacco bans in the public. It is based on three representative mail surveys in the general population of the city of Hamburg, Germany, in the years before and alter the introduction of smoking bans in restaurant and pubs, based on a random sample from the city register and conducted in the years 2004, 2008 and 2011 (N between 410-689). The surveys document that the support for smoking bans has increased over time. But this does not always include the plea for total restrictions, but often for partial restrictions only, as in case of pubs. Whether someone argues in favor of restrictions is mainly dependent on the perception of health hazards due to passive smoking. Respondents who rate their health as 'very good' have a greater inclination than others to prefer smoking bans. This relationship did not exist in earlier surveys. It is assumed that the new constellation is a reflection of an emerging situation where the support of smoking bans has become part of a self-perceived healthy lifestyle.
Thesaurusschlagwörter smoking; ban; attitude; Federal Republic of Germany; tobacco consumption; the public; media; hotel and restaurant trade; damage to one's health
Klassifikation soziale Probleme; Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2014
Seitenangabe S. 5-51
Zeitschriftentitel Soziale Probleme, 25 (2014) 1
ISSN 0939-608X
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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