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Die Konstruktion von Männerbildern in Russland: Kontinuität und Wandel von Männerbildern in den 90er Jahren am Beispiel sowjetischer und postsowjetischer Filme

The construction of images of men in Russia: continuity and change in images of men during the 1990s, using Soviet and post-Soviet films as an example
[Arbeitspapier]

Hartmann, Katrin

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-440187

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Freie Universität Berlin, Osteuropa-Institut Abt. Politik
Abstract "Gender, die soziokulturelle Norm von Geschlecht, ist eine der fundamentalen Institutionen einer Gesellschaft. In den Geschlechternormen reproduzieren sich die herrschenden Machtstrukturen, nach denen soziale Ordnungen organisiert werden. Will man den gesellschaftlichen Umbruch in Rußland untersuchen, ist es jenseits der Analyse des staatlichen Umbaus notwendig, den sozialen Wandel anhand der Veränderungen dieser zentralen sozialen Stratifikationslinien nachzuverfolgen. In einer männlich dominierten Gesellschaft wie in Rußland, in der die wichtigen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträger fast ausschließlich Männer sind, kommt der Konzeption von Männlichkeit diesbezüglich eine herausragende Bedeutung zu: Nach dem Soziologen Robert W. Connell strukturiert sich Macht in einer Gesellschaft analog zu der in ihr hegemonialen Männlichkeit. Daher soll die Frage nach dem sozialen Wandel in Rußland in dieser Arbeit anhand der sich verändernden Konzepte von Männlichkeit untersucht werden. Da Gender medial vermittelt wird macht es im Zeitalter der massenmedialen Kommunikation und angesichts der besonderen Bedeutung des Kinos in Rußland Sinn, die Gender-Konzepte anhand ihrer cineastischen Darstellung zu untersuchen. Die filmischen Gesellschaftsporträts sind Zeitdokumente, in denen die Normen von Männlichkeit sichtbar und nachvollziehbar werden. Diente das Ideal von Männlichkeit in der Sowjetunion anfänglich noch der Mobilisierung für den gesellschaftlichen Aufbau, den Krieg und der Implementation sowjetischer Werte, so wurde Männlichkeit in der Zeit der Stagnation Indikator für die gesellschaftliche Krise. In den 80er Jahren wurde diese Krise zunehmend über die Agonie und den Zerfall männlicher Ideale dargestellt. Setzte sich die kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit auch während der Perestroika fort, so lässt sich seit Mitte der 90er Jahre ein neuer Trend hin zu einem restaurativ-patriarchalen Männlichkeitsideal feststellen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter gender role; man; masculinity; Russia; modification; gender; gender relations; historical development; film; USSR; USSR successor state; post-socialist country
Klassifikation Frauen- und Geschlechterforschung; andere Medien
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2002
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 63 S.
Schriftenreihe Arbeitspapiere des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin, Arbeitsschwerpunkt Politik, 39
ISSN 1434-419X
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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