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Mobilität armutsgefährdeter älterer Menschen in deutschen Großstädten

Mobility of elderly citizens at risk of poverty in Germany’s big cities
[Zeitschriftenartikel]

Giesel, Flemming; Köhler, Katja

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-439288

Weitere Angaben:
Abstract "Viele ältere Menschen sind gegenwärtig von Altersarmut in Deutschland betroffen. Vor dem Hintergrund des bestehenden Niedriglohnsektors, kurzer Erwerbsphasen und diskontinuierlicher Erwerbsverläufe ist zukünftig von einer steigenden sozialen Ungleichheit im Alter auszugehen. Von zentraler Bedeutung hierbei ist Mobilität. Mobilität ermöglicht nicht nur die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, sondern ist darüber hinaus gerade für Ältere gleichbedeutend mit einer selbständigen Lebensführung. Innerhalb der deutschsprachigen Verkehrs­ und Mobilitätsforschung steht bisher die Mobilität einkommensarmer älterer Menschen nicht im Fokus. Daher ist das Ziel dieses Beitrags, die Mobilität dieser Personengruppe am Beispiel armutsgefährdeter älterer Menschen in deutschen Großstädten näher zu untersuchen. Die empirischen Analysen basieren auf dem repräsentativen bundesweiten Datensatz "Mobilität in Deutschland 2008". Neben deskriptiven statistischen Analysen wird eine binär logistische Regression durchgeführt. Die Analysen zeigen, dass die Mobilität in Abhängigkeit des Einkommens und des Geschlechts variiert. Insbesondere armutsgefährdete ältere Frauen unternehmen signifikant weniger Wege und legen eine geringere Tagesstrecke zurück als höhere Einkommensgruppen. Darüber hinaus konzentrieren sich die Wege von sozial benachteiligten älteren Frauen insbesondere in sozialen Problemgebieten überwiegend auf das nahe Wohnumfeld. Gerade für diese immer größer werdende Gruppe sind daher Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der individuellen Mobilität insbesondere in monofunktionalen Räumen notwendig." (Autorenreferat)

"Many elderly people are affected by poverty in Germany today. In light of the present low­pay sector, short working lives and discontinuous career paths, it may be assumed that social inequality will increase in future. A decisive factor here is everyday travel. Not only does everyday travel enable participation in the life of wider society but, particularly for older people, is practically synonymous with being able to live an independent life. Until now, however, German­language transport research has not focussed on the everyday travel patterns of incomepoor elderly people. The aim of this paper, therefore, is to examine the trip patterns of this group in greater detail, using the example of elderly people at risk of poverty living in cities. The empirical analyses are based on the representative, Federal­wide data set "Mobility in Germany 2008". Alongside descriptive statistical analyses, a binary logistic regression is also carried out. Our analyses show that everyday travel patterns vary according to income and gender. Elderly women at risk of poverty in particular make significantly fewer trips and cover shorter daily distances than higher income groups. Moreover, the journeys of socially disadvantaged elderly women, especially in problem areas, are concentrated on local surroundings close to home. For this ever­growing group measures are required to facilitating more frequent and easier daily travel precisely in these underprivileged areas." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter elderly; mobility; poverty; large city; Federal Republic of Germany; traffic behavior
Klassifikation Gerontologie, Alterssoziologie; soziale Probleme
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2015
Seitenangabe S. 94-106
Zeitschriftentitel Europa Regional, 21.2013 (2015) 3
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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