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Folgen der dauerhaft niedrigen Fertilität in Deutschland: demografische Projektionen und Konsequenzen für unterschiedliche Politikfelder

Consequences of enduring low fertility - a German case study ; demographic projections and implications for different policy fields
[Zeitschriftenartikel]

Bujard, Martin

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bib-cpos-2015-06de8

Weitere Angaben:
Abstract "Deutschland ist länger als alle anderen Länder der Welt ein 'Low-Fertility'-Land, seit vier Jahrzehnten liegt die Total Fertility Rate unterhalb von 1,5. Als 'Pionier' in dieser Entwicklung lassen sich anhand einer Fallstudie Deutschlands die Folgen eines langfristigen Geburtenrückgangs analysieren. Dieser Rückgang ist in Deutschland zunehmend auch ein Megathema in Politik und Wissenschaft, da die Folgen sich auf mehrere Politikbereiche auswirken und teilweise bereits deutlich sichtbar sind. Allerdings werden diese Folgen völlig unterschiedlich eingeschätzt - zum einen in ihrer Vehemenz und danach, ob die Alterung oder die Schrumpfung das größere Problem ist. Nach beiden Prozessen differenziert, verbindet der Beitrag die demografische Analyse mit der politikwissenschaftlichen Bewertung der Folgen für die Politikfelder Rente, Gesundheit, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Kultur, Europäische Union, Internationale Beziehungen sowie den Parteienwettbewerb. Die Folgen sind für alle diese Politikfelder gravierend, teilweise ambivalent, aber in der Summe negativ. Der Zeitpunkt der Folgen und die politischen Möglichkeiten damit umzugehen unterscheiden sich zwischen den Politikfeldern erheblich. Alterung ist ein größeres Problem als die Schrumpfung, da die vehementen Altersstruktureffekte für die Sozialversicherungen bis 2040 die meisten Deutschen betreffen und unabwendbar sind. Anders die Folgen der Schrumpfung, denn sie sind demografisch noch abwendbar und beträfen nicht alle Einwohner negativ. Bei einem Bevölkerungsrückgang muss man zwischen individueller und staatlicher Ebene differenzieren: Die Auswirkungen auf den Staat sind durch einen Rückgang an internationalem Einfluss und Macht, insbesondere in der Europäischen Union, negativ. Die Studie zeigt aber auch, dass die langfristigen Folgen des Geburtenrückgangs für den politischen Wettbewerb, die Kultur, den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft nicht negativ sein müssen, wenn entsprechende Politikmaßnahmen erfolgen. Die Analyse identifiziert demografische und politische Stellschrauben für die Zukunft. Die Befunde dieser Fallstudie sind auch für andere Low-Fertility-Länder relevant, die einige Jahre später mit ähnlichen Prozessen konfrontiert sind." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter population development; birth trend; declining birth rate; demographic aging; population decrease; fertility; impact; consequences; social security; immigration; Federal Republic of Germany
Klassifikation Bevölkerung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2015
Seitenangabe S. 1-33
Zeitschriftentitel Comparative Population Studies - Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, 40 (2015)
DOI http://dx.doi.org/10.12765/CPoS-2015-06de
ISSN 1869-8980
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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