Mehr von Grießler, Erich

Export für Ihre Literaturverwaltung

Übernahme per Copy & Paste
Bibtex-Export
Endnote-Export

       

Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Selbstbestimmung versus Kind als Schaden und Familie: die politische Debatte um Pränataldiagnostik und Eizellspende in Österreich anhand der Beispiele des Entwurfs zum Schadenersatzänderungsgesetz und des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

[Arbeitspapier]

Grießler, Erich

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-437807

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Institut für Höhere Studien (IHS), Wien
Abstract Aufgrund der lange bestehenden Kluft zwischen konservativen und liberalen Positionen ist Reproduktionsmedizin in Österreich seit Jahrzehnten innerhalb der politischen Domäne heftig umkämpft. Jüngere Beispiele sind die Debatten um „Kind als Schaden“ im Kontext von Pränataldiagnostik und der Konflikt um das Verbot von Eizellspenden im Rahmen der Assistierten Reproduktion. Basierend auf einer Analyse von Interviews mit AkteurInnen dieser beiden Debatten, untersucht der Bericht politische Positionen, Praktiken und verbale „Images of Human Life“, die in diesen Praktiken produziert und reproduziert werden. Wenig überraschend zeigt die Analyse unvereinbare politische Positionen, welche die AkteurInnen jeweils durchzusetzen versuchen. Die auf Konflikt abzielenden politischen Praktiken und damit verbundene undifferenzierte Debatten produzieren und reproduzieren schlagwortartige „Images of Human Life“, die mit den komplexen Problemen klinischer Praxis wenig verbunden sind. Überraschenderweise verwenden AkteurInnen der politischen Domäne wenig empirische Evidenz zur Begründung ihrer Standpunkte. Darüber hinaus haben betroffene Frauen und Paare keinen Zugang zur Debatte in der politischen Domäne. (Autorenreferat)

Reproductive medicine has been under debate since decades in Austria due to the existing gap between conservative and liberal positions. Recent examples are debates about wrongful birth (“Kind als Schaden”) in the context of the discussion on PND and the legal ban of egg donation. The study analysis qualitative interviews of proponents of the conservative and liberal positions towards these topics and examines practices and verbal “images of human life” produced and reproduced in the discussion. The analysis shows incommensurable political positions which actors strive to push through. The resulting confrontation (and the associated undifferentiated debate) produces and reproduces simplified “images of human life” which do not reflect the actual problems of women and their partners in clinical practice. The study shows that there is little empirical evidence used to substantiate political stances taken. Affected women and their partners do not have access to the political domain. (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Austria; reproductive medicine; prenatal diagnostics; social norm; conflict; orientation; family policy; qualitative interview; ; politician; formulation of political objectives; political opinion; artificial insemination; ethics; self-determination; family planning; desire for children; jurisdiction
Klassifikation Medizinsoziologie; Familienpolitik, Jugendpolitik, Altenpolitik
Methode empirisch-qualitativ
Freie Schlagwörter Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte; EGMR
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2012
Erscheinungsort Wien
Seitenangabe 88 S.
Schriftenreihe Reihe Soziologie / Institut für Höhere Studien, Abt. Soziologie, 98
ISSN 1605-8011
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
top