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Souveränität auf Jakutisch

Sovereignty Yakutian-style
[Forschungsbericht]

Gossmann, Anna

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-43118

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien
Abstract 'Sacha (Jakutien), eine weit vom Zentrum gelegene Republik mit geringer Bevölkerungszahl und einer einseitigen Wirtschaftsstruktur, von der man auch in der ehemaligen Sowjetunion oft nur eine schwache Vorstellung hatte, rückt zu den sich äußerst dynamisch entwickelnden Regionen der Rußländischen Föderation (RF) auf. Die Republik Sacha (Jakutien) ist ein deutliches Beispiel für die neue Rolle der rußländischen Peripherie, die ihre Bedeutung für die RF erkannt hat und die sich dank der verkündeten Souveränität nicht nur im vollen Umfang in das 'Spiel' der neuen Realien eingeschaltet hat, sondern auch das ehrgeizige Ziel erklärt hat, in diesem Prozeß die Führung zu übernehmen. Das gestrige 'Aschenputtel' strebt danach, entsprechend seiner geopolitischen Lage und seinen reichen Naturschätzen einen gebührenden Platz in der rußländischen Gemeinschaft und in der Welt einzunehmen. In oft widersprüchlichen Einschätzungen und Prognosen rußländischer und ausländischer Analytiker erscheint Jakutien bald als stabile Region, die sich in der Mitte der Skala der Souveränitäten befindet und ihre souveränen Ansprüche nur im wirtschaftlichen Bereich realisiert. Sie wird sogar als mögliches Modell für die Zentrum-Peripherie-Beziehung angesehen. Bald wird sie zu jenen nationalstaatlichen Gebilden gezählt, die die volle Unabhängigkeit von der RF fordern können. In jedem Fall bleibt die politisch-ökonomische und nationale Souveränität, die heute in ihren Forderungen bedeutend gemäßigt ist, dennoch aktuell für die Republik und zeigt auf dem sibirischen Boden verschiedene Ausprägungen. Die vorliegende Arbeit untersucht die Dynamik der Entstehung und Entwicklung der jakutischen Souveränität und analysiert die gegenwärtigen politischen, ökonomischen und nationalen Probleme Jakutiens. Die Untersuchung stützt sich auf Publikationen offizieller Dokumente, auf Ergebnisse von soziologischen Umfragen, auf wissenschaftliche Literatur, Pressematerialien und Agenturmeldungen. Während eines vierwöchigen Aufenthalts im August 1996 in der Republik Sacha traf sich die Autorin mit Politikern, Wissenschaftlern und Führern nationaler Vereine.' (Autorenreferat)

'Sakha (Yakutia), a republic located far away from the center with a small population and a one-sided economic structure, was a region that even people in the former Soviet Union knew very little about. Today it is one of the fastest growing regions of the Russian Federation and exemplifies the new role of Russia's periphery, which has realized its importance for the Russian Federation. Thanks to its proclaimed sovereignty Sakha has not only become a full-fledged player in the 'game' of new realities, but has even set itself the ambitious goal of leading this process. The 'Cinderella' of yesterday is now intent on assuming a due place in Russia and in the world that is in keeping with its geopolitical position and its wealth of natural resources. In the often contradictory appraisals and prognoses of Russian and foreign analysts Yakutia is sometimes portrayed as a stable region that can be placed in the middle of the scale of sovereignties and that exercises its claims to sovereignty only in the economic sphere. It is even seen as a possible model for relations between the center and the periphery. At other times, however, it is portrayed in more radical terms as one of a number of national state entities that could demand complete independence from the Russian Federation. Whatever the case, political, economic and national sovereignty, which are to be found in a variety of forms in Siberia, remain an issue of current importance for the republic, albeit now voiced in more moderate terms. The present report examines how Yakutian sovereignty came into being and how it has developed and analyses the problems the republic is currently experiencing in the political, economic and national spheres. The study is based on publications containing official documents, the findings of sociological surveys, scholarly literature, press articles and news agency reports. During a four-week visit to the Republic of Sakha in August 1996 the author met with politicians, scholars and leaders of national associations.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter ethnic relations; federalism; national consciousness; regional policy; republic; Russia; sovereignty; economic situation; USSR successor state; post-socialist country
Klassifikation Staat, staatliche Organisationsformen; Wirtschaftspolitik
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Russische Föderation; Regionalentwicklung/Regionalplanung; Sacha (Respublika); Verhältnis Zentralregierung - Region; Autonomiebewegung; Regionale Wirtschaftsstruktur; Wirtschaftspotential; Wirtschaftsautonomie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Erscheinungsort Köln
Seitenangabe 37 S.
Schriftenreihe Berichte / BIOst, 34-1997
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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