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Ausweitung der Kampfzone: Boko Haram und die Krise in Nigeria

[Arbeitspapier]

Kappel, Robert

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-430111

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Institut für Afrika-Studien
Abstract Anfang Februar 2015 wurden die Präsidentschaftswahlen in Nigeria auf den 28. März verschoben. Die Verschiebung wurde damit begründet, dass die Wahlen angesichts der Sicherheitskrise im Nordosten des Landes nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden könnten. Seit vielen Jahren findet im Norden des Landes ein unerbittlicher Kampf zwischen der Terrororganisation Boko Haram und der nigerianischen Polizei und Armee statt. Seit Beginn des Jahres 2015 und dem Übergreifen der Kämpfe auf die Nachbarstaaten sind auch Armeeeinheiten aus dem Tschad, Kamerun und dem Niger sowie von der Regierung angeheuerte ukrainische und südafrikanische Söldner im Einsatz. Zwar gerät Boko Haram derzeit in die Defensive, aber die politische Krise im Land scheint sich eher zu verschärfen. Boko Haram hat Verbindungen zur Terrororganisation "Islamischer Staat" geknüpft. Hier könnte eine überregionale Kampfachse entstehen. Die angespannte Sicherheitslage wird durch die anstehende Präsidentschaftswahl verschärft. Der Wahlkampf ist durch harte Auseinandersetzungen gekennzeichnet. Aufgrund sich verstärkender Krisensymptome befindet sich Nigeria am Rand des politischen Abgrunds. Der Wahlkampf zwischen der regierenden Partei PDP und dem amtierenden Präsidenten Jonathan und der Oppositionspartei APC mit ihrem Spitzenkandidaten Muhammadu Buhari geht in die heiße Phase. Die Verschiebung des Wahltermins hat die große Unsicherheit in der Bevölkerung noch verstärkt und gewalttätigen Auseinandersetzungen Vorschub geleistet. Im Kampf gegen den Terrorismus und im spannungsgeladenen Wahlkampf fällt dem Militär eine immer stärkere Rolle zu. Die Demokratie in Nigeria gerät in Gefahr. Die westliche Welt hat nur geringe Möglichkeiten, die Entwicklungen in Nigeria zu beeinflussen. Sie kann allerdings einen Beitrag dazu leisten, die weitere Ausdehnung des Terrors im Norden Nigerias auf die angrenzenden Länder zu verhindern. Sie kann ferner die afrikanischen Institutionen, wie die African Union (AU), stärken und die AU-Eingreiftruppe beraten und finanziell unterstützen.
Thesaurusschlagwörter Nigeria; Sahel Region; political conflict; terrorism; political crisis; presidential election; election campaign; propensity to violence; fight against terrorism; West Africa; developing country
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Freie Schlagwörter Boko Haram
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2015
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 8 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Afrika, 3
ISSN 1862-3603
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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