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Der Zensus 2011 und seine Auswirkungen auf demographische Eckwerte

The 2011 Census and its impact on demographic parameters
[Zeitschriftenartikel]

Bucher, Hansjörg

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-424095

Weitere Angaben:
Abstract Zwischen den Volkszählungen werden aktuelle Daten zum Bevölkerungsbestand jeweils über eine Fortschreibung mit Hilfe der Bevölkerungsbewegungen – Geburten, Sterbefälle, Wanderungen – errechnet. Ein Zensus bietet die Gelegenheit, Messfehler dieser Methode zu berichtigen. Insbesondere die Systematik der Fehlerentstehung zeigt bei der Analyse der Abweichungen Besonderheiten in der räumlichen Verteilung und in der Altersstruktur. Lückenhaft erfasste internationale Wanderungen, insbesondere die Fortzüge, führten zu überdurchschnittlichen Fortschreibungsfehlern in Regionen mit hoher Außenwanderungsverflechtung und bei den mobilen Altersgruppen. Andererseits gibt es weite Landstriche und zahlreiche Altersgruppen, deren demographische Entwicklung in der Vergangenheit über das Fortschreibungsverfahren recht genau getroffen wurde. Ein sekundärer Effekt des Fortschreibungsfehlers tritt auf bei der Ermittlung demographischer Kennziffern zur Charakterisierung der Bevölkerungsdynamik. Die tendenziell zu hoch eingeschätzte Bevölkerungszahl führt zu einer Unterschätzung der Fertilität, der Mortalität und der Mobilität. Allerdings zeigen die Fehlerrechnungen, dass der Korrekturbedarf bei diesen Indikatoren nur gering ist und die bisher erwarteten Trends der künftigen Dynamik für große Teile des Landes im Wesentlichen gültig bleiben.

Between censuses, up-to-date population stock data is generated by the component method in using population change information (i. e. births, deaths, and migration flows). During the intercensal period, observation errors may lead to an increasing difference between the estimated and the real population stock. The new census brings the opportunity to identify and to analyse these differences and to adjust the stock data. Systematic errors mainly caused by international out-migrations, the differences show a bias both in regional distribution and in age structure. Regions of strong international migration activities and age groups of high mobility are concerned mostly by such differences. The observation errors reveal a second effect when used for specifying demographic rates. Fertility rates, mortality rates, and mobility rates are under-estimated when the population stock or parts of it are over-estimated. However sensitivity analyses with those demographic rates show that the need for correcting these indicators is moderate and that most of previously anticipated trends in future dynamics still value to large parts of the country.
Thesaurusschlagwörter census; population development; birth trend; mortality; mobility; migration; population; regional distribution; population statistics; data capture; Federal Republic of Germany; east-west comparison
Klassifikation Bevölkerung
Freie Schlagwörter Zensus
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2014
Seitenangabe S. 147-159
Zeitschriftentitel Europa Regional, 20.2012 (2014) 4
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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