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Gated Community vs. Großwohnsiedlung : Identitätskonstruktionen in städtebaulichen Auseinandersetzungen einer Transformationsgesellschaft am Beispiel von Warschau-Ursynów

Gated community vs. large housing estate : the construction of identity in urban development issues in a transformation society, with reference to the example of Ursynów in Warsaw
[Zeitschriftenartikel]

Brailich, Adam; Pütz, Robert

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-423923

Weitere Angaben:
Abstract Seit den 1990er Jahren wurden Neubausiedlungen in Warschau zu großen Teilen als Gated Communities verwirklicht. Viele davon befinden sich am Rande oder inmitten von Großwohnsiedlungen, bei deren Errichtung in den 1960er bis 1980er Jahre große Flächen unbebaut geblieben waren. Hierdurch kommt es zu extremen städtebaulichen Gegensätzen von offenen Großwohnsiedlungen in Plattenbauweise sowie umzäunten und bewachten Apartmentkomplexen auf engstem Raum. Seit der Jahrtausendwende ist in Polen eine intensive öffentliche Debatte über diese beiden Siedlungsformen entbrannt. Der Artikel zeigt, dass mit dieser städtebaulichen Debatte nicht nur eine räumlich-städtebauliche Differenzierung einhergeht, sondern – über oft implizite Aussagen über „typische Bewohnerstrukturen“ – sich daran auch gesellschaftliche Differenzierungen festmachen und damit räumlich verankerte Identitätskonstruktionen (re-)produziert werden. Hiermit sind – vor allem im Falle der Plattenbausiedlungen – tiefgreifende Stigmatisierungen verbunden. Die Autoren analysieren solche stigmatisierenden Diskurse bzw. die grundsätzliche Frage, wie soziale Identitätskonstruktionen an räumliche Differenzierungen gekoppelt sind, am Beispiel von Warschau-Ursynów. Der Stadtteil umfasst die größte Großwohnsiedlung der polnischen Hauptstadt und ist zugleich durch umfangreiche postsozialistische städtebauliche Investitionen in Form von Gated Communities gekennzeichnet. Grundlage bildet ein Textkorpus aus Artikeln der polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza sowie Transkrip- tionen eigener Experteninterviews.

Since the 1990’s, new housing estates in Warsaw have predominantly been developed in the form of gated communities, many of them using unbuilt areas in large pre-fabricated housing estates from the socialist era. As a consequence, extreme polarization between different settlement types in close proximity with one another can be observed. Since the turn of the millennium, an intensive debate in the Polish media has arisen around these contrasting types of settlements. Based on our discourse analysis of statements in the media defining the typical inhabitants of gated communities and those of large housing estates, we are able to point out the way in which this urban debate (re)produces and reinforces hegemonic discours- es on the construction of identity in post-socialist Polish society. Bound up with these discourses – above all in the case of pre-fabricated housing estates – is a profound stigmatization.
Thesaurusschlagwörter city quarter; stigmatization; segregation; identity formation; social inequality; new building; town planning; local planning; housing quality; Poland
Klassifikation Raumplanung und Regionalforschung; Siedlungssoziologie, Stadtsoziologie
Freie Schlagwörter Warszawa-Ursynów; Großwohnsiedlung; Geschlossenes Wohnviertel
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2014
Seitenangabe S. 76-88
Zeitschriftentitel Europa Regional, 20.2012 (2014) 2-3
Heftthema Stigmatisierung von Stadtvierteln
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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