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Rußland als Partner der europäischen Politik

Russia as a partner in European politics
[Forschungsbericht]

Vogel, Heinrich

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-42306

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien
Abstract 'Der Zusammenbruch des Kommunismus und der Zerfall der Sowjetunion hatten Hoffnungen auf eine europäische Staatengemeinschaft geweckt, in der Rußland eine neue Rolle als moderner demokratischer Staat spielen und endlich seine traditionelle Abgeschlossenheit überwinden würde. Den unter Präsident Jelzin in Gang gesetzten Reformen von Staat und Wirtschaft wurde eine Eigendynamik zugetraut, die den Prozeß der Öffnung zum Westen unumkehrbar machen würde. Die Brutalität, mit der die Moskauer Führung die Sezessionsbestrebungen in Tschetschenien unterdrückte und die schockierte Reaktion der Partner im Westen ignorierte, das Ergebnis der Wahlen zur Staatsduma, die ausschließlich auf Machterhalt ausgerichtete Personalpolitik des Präsidenten und der Rückgriff russischer Außenpolitiker auf Kategorien vergangener Großmacht stellen das Vertrauen der Nachbarn in Europa auf eine harte Probe. Zweifel an der Möglichkeit einer neuen europäischen Partnerschaft mit Rußland werden stärker, und die einsetzende Ernüchterung birgt Gefahren der Überinterpretation und Überreaktion in sich. Anzeichen hierfür finden sich in der russischen wie auch in der westlichen Publizistik. Die Aufnahme Rußlands in den Europarat hat hieran nichts geändert; die Probezeit läuft. Die vorliegende Untersuchung einer Gruppe von Wissenschaftlern des BIOst fragt angesichts anhaltender Labilität der inneren Strukturen und der politischen Prozesse in Rußland nach den Ursachen dieser Entwicklungen sowie nach den Spielräumen russischer Politik und den Optionen westlicher Bemühungen, den Weg von mühsamer Kooperation zur Partnerschaft offenzuhalten. Als Quellen dienten vor allem in Rußland veröffentlichte Dokumente und Analysen. Außerdem fanden die Ergebnisse zahlreicher Arbeiten zu Teilaspekten der Problematik aus dem Bundesinstitut Eingang in die Untersuchung.' (Autorenreferat)

'The collapse of communism and the disintegration of the Soviet Union had aroused hopes of a European community of states in which Russia would play a new role as a modern democratic state and would finally be able to come out of its traditional seclusion. The reforms of the state and the economy launched under President Yeltsin were expected to develop an impetus of their own that would make the process of opening up towards the West irreversible. The brutality with wich the Moscow leadership suppressed the secessionist aspirations in Chechnya, ignoring the shocked reactions of its partners in the West, the outcome of the elections to the State Duma, the President's personnel policy aimed solely at preserving his own hold on power, and the relapse of Russian foreign-policy-makers into categories of a now defunct great power status are putting the confidence of Russia's neighbours in Europe to a stiff test. Doubts about the possibility of a new European partnership with Russia are growing stronger, and the beginnings of disillusionment harbour the dangers of over-interpretation and over-reaction. Evidence of these is to be found both in the Russian and in the Western media. Russia's admission to the Council of Europe has done nothing to change this situation; the probationary period is running. Against the background of the persisting lability of the domestic structures and political processes in Russia, the present study by a group of scholars from the Federal Institute for East European and International Studies investigates the reasons for these developments, searches for the freedoms of action open to Russian politics and for the options available for Western efforts to prevent the road from toilsome cooperation to true partnership from becoming impassable. The sources used for the study were mainly documents and analyses published in Russia. The findings of numerous works on sub-aspects of the problem complex carried out in the Federal Institute were likewise taken into account in the study.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter foreign policy; Europe; domestic policy; Ostpolitik; political development; political change; Russia; transformation; Western world; USSR successor state; post-socialist country
Klassifikation Politikwissenschaft; internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Methode anwendungsorientiert; deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Russische Föderation; Verhalten in den internationalen Beziehungen; Außenpolitik einzelner Staaten; Außenpolitische Neuorientierung; Intoleranz; Bestimmungsfaktoren der Außenpolitik; Perzeption; Westliche Industrieländer
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1996
Erscheinungsort Köln
Seitenangabe 58 S.
Schriftenreihe Berichte / BIOst, 8-1996
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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