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Sicherheit in Zentralasien : T. II, Kleinkriege im Ferganatal und das Problem der 'neuen Sicherheitsrisiken'

Security in Central Asia : part II, guerrilla warfare in the Ferghana Valley and the problem of the 'new security risks'
[Forschungsbericht]

Halbach, Uwe

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-41650

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien
Abstract 'Die Kämpfe der Streitkräfte Kirgistans, Usbekistans und Tadschikistans mit Freischärlern aus dem Umfeld einer militant-oppositionellen 'Islamischen Bewegung Usbekistans' im Sommer und Herbst 1999 sowie erneut seit August 2000 führen der gesamten zentralasiatischen Region die Schwäche ihrer Sicherheitsstrukturen vor Augen und haben das Thema 'Sicherheit in Zentralasien' international publik gemacht. Die zentralasiatischen Regierungen appellieren an die Weltgemeinschaft, die von islamistischen Parolen begleiteten Invasionen von Kampfgruppen, die von Afghanistan und Tadschikistan in das Ferganatal eindringen, auch als, eine Herausforderung der internationalen Sicherheit zu begreifen. Internationale Organisationen wie UNO und OSZE haben im Zusammenhang mit diesen Ereignissen verstärkt ihrer Besorgnis über die von Afghanistan ausgehenden Gefahren für die Sicherheit Zentralasiens Ausdruck verliehen. Rußland propagiert den 'Kampf gegen den internationalen Terrorismus' im Rahmen der GUS und im globalen Maßstab. Moskau versucht, daraus auch eine Legitimierung seiner Kriegsmaßnahmen in Tschetschenien abzuleiten, die aber ihrerseits einer Einmischung islamistischer Kräfte aus dem Ausland in die Entwicklungen an Rußlands Südflanke Vorschub leisten. Die Kleinkriege im Ferganatal sind zwar lokal begrenzt. Die - von einzelnen Quellen und den Medien mitunter übertrieben dargestellte - Stärke der 'Guerillatruppen' ist eher minimal. Die usbekischen Streitkräfte setzen sich derzeit in der Provinz Surchandarja mit Feindgruppen in der Stärke von 70 bis 100 Mann auseinander. Aber solche Kämpfe sind eng mit nichttraditionellen Sicherheitsrisiken der Region verknüpft, die in der Tat auch für die internationale Sicherheit von Belang sind - nicht zuletzt mit dem ausgreifenden Drogenhandel und -transfer von Afghanistan über Tadschikistan in den GUS-Raum und über ihn hinaus. Der vorliegende Bericht befaßt sich mit dieser Verknüpfung und stellt die Kleinkriege im Ferganatal in Beziehung zu dem Problem der 'neuen Sicherheitsrisiken' im Süden der GUS.' (Textauszug)

'The clashes between the armed forces of Kyrgyzstan, Uzbekistan and Tajikistan and irregulars from the militant opposition surrounding 'the Islamic Movement of Uzbekistan' in the summer and autumn of 1999 and again since August 2000 have brought home to Central Asia the weakness of its security structures and drawn the region's security to international attention. The Central Asian governments have appealed to the international community to consider the incursions into the Fergana Valley by groups of fighters from Afghanistan and Tajikistan under the banner of Islam as a challenge to international security. International organisations like the UNO and OSCE have responded by giving stronger expression to their concern about the threat to Central Asia emanating from Afghanistan. Russia is advocating a 'fight against international terrorism' within the framework of the CIS and on a global scale. But it is also trying to use this as a pretext for justifying its military campaign in Chechnya, a tactic that actually seems to encourage the interference of foreign Islamic forces on its southern flank. Despite some exaggerated reports of the strength of the 'guerrilla troops' in the Fergana Valley, the hostile groups that the Uzbek Armed Forces currently face in the Province of Surkhandarya consist of a mere 70-100 men. Thus, in military terms the clashes are of purely local significance. More disturbing for the international community is that conflicts of this kind are closely bound up with other, less 'traditional' security threats in the region, like the expanding drug trade and the shipment of drugs from Afghanistan via Tajikistan to CIS territory and beyond. The present report examines this connection and views the guerrilla warfare in the Fergana Valley in the context of the 'new security risks' in the southern CIS.' (extract)
Thesaurusschlagwörter demographic factors; developing country; international conflict; Islam; political system; religious movement; security; security policy; environmental factors; Central Asia; Uzbekistan; USSR successor state; drug-related crime; post-socialist country; domestic security; Islamization; terrorism
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik; Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Drogenhandel; Internationaler Terrorismus; Zentralasiatische Staaten der ehemaligen Sowjetunion; Regionale internationale Sicherheit; Regionale internationale Prozesse und Tendenzen; Sicherheitspolitische Interessen; Sicherheitsvorstellungen; Aufstand/Revolte; Politischer Islam; Ferganskaja Dolina; Krisengebiet
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2000
Erscheinungsort Köln
Seitenangabe 40 S.
Schriftenreihe Berichte / BIOst, 25-2000
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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