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Wohnungsmarktdynamik und stadtpolitische Konflikte in Hamburg: ein Beitrag zur Gentrificationforschung

The dynamism of th housing market and urban policy conflicts in Hamburg: a contribution to gentrification research
[Zeitschriftenartikel]

Pohl, Thomas; Wischmann, Katharina

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-411349

Weitere Angaben:
Abstract Seit einigen Jahren sind unter dem Einfluss steigender Mietpreise in vielen Metropolen gentrificationkritische soziale Bewegungen entstanden, die sich zum Ziel gesetzt haben, durch politische Aktionen dem Wandel in den betroffenen Wohnquartieren Einhalt zu gebieten. Im Zuge der Adaption des Gentrificationbegriffs durch diese sozialen Bewegungen scheint auch eine Bedeutungsverschiebung dessen einherzugehen, was unter dem Prozess der "Gentrification" verstanden wird. Mit dem vorliegenden Beitrag wird am Beispiel Hamburgs gezeigt, dass die heute unter dem Terminus "Gentrification" subsumierten Prozesse raumbezogene Konflikte ansprechen, die insbesondere als Folge fehlender Partizipationsmöglichkeiten in der Stadtteilentwicklung aufzufassen sind. Auf Basis einer Analyse der Dynamik des Hamburger Mietwohnungsmarktes werden zunächst diejenigen Stadtgebiete benannt, in denen Aufwertungsprozesse besonders ausgeprägt sind. Dabei zeigt sich, dass in Hamburg in nahezu allen innenstadtnahen Stadtteilen deutliche Mietpreissteigerungen, ein hohes Mietpreisniveau und ein starker Bevölkerungsaustausch zu erkennen sind. Anschließend wird mit Hilfe einer Medienanalyse sowie durch die Betrachtung der Handlungsräume gentrificationkritischer Initiativen deutlich, dass diese Entwicklungen nur in einigen wenigen Stadtteilen explizit auch als Gentrification angesprochen werden. Zusammenfassend wird herausgearbeitet, dass die derzeitige Gentrificationkritik insbesondere gegen die Strategien der aktuellen Stadtentwicklungspolitik gerichtet ist und nicht alleine die Entwicklungen des Mietwohnungsmarktes kritisiert.

Social movements critical of gentrification have been originating for some years in many large cities under the influence of burgeoning rents. They have had the agenda of using political campaigns to put a stop to the changes in these living quarters. This seems to involve a shift in the meaning of "gentrification" in the course of these social movements adapting the concept of gentrification. This article will use the example of Hamburg to demonstrate that the processes subsumed under the term of "gentrification" today address space-related conflicts that should especially be conceived as a consequence of a lack of means to participate in the development of a neighborhood. First of all, the urban areas will be named where upgrading processes are particularly extensive based on an analysis of the dynamism of Hamburg's market for rental housing. Here, it becomes evident that there are substantial increases in rent, a high level of rents already and a significant turnover in population in almost all of Hamburg's neighborhoods near the city centre. Then, an analysis of the media and observing the action spaces of initiatives critical of gentrification will show that these developments are only explicitly addressed as gentrification in a couple of neighborhoods. In sum, it will be brought out that the present criticism of gentrification is in particular aimed at the strategies of the current urban development policy and not just at the development of the rental housing market.
Thesaurusschlagwörter housing market; housing policy; gentrification; urban development; local politics; social conflict; exclusion; political participation; town planning; Hamburg; Federal Republic of Germany
Klassifikation Siedlungssoziologie, Stadtsoziologie; Raumplanung und Regionalforschung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2014
Seitenangabe S. 41-55
Zeitschriftentitel Europa Regional, 19.2011 (2014) 2
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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