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Pädosexuelle Viktimisierung und pädosexuelle Straffälligkeit : ein "harter" empirischer Hypothesentest

Pedosexual victimization and pedosexual delinquency : testing an empirical hypothesis the hard way
[Forschungsbericht]

Urban, Dieter; Fiebig, Joachim

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-62713

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Universität Stuttgart, Fak. 10 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Institut für Sozialwissenschaften
Abstract "Dieser Diskussionsbeitrag beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen pädosexuellem Missbrauch und pädosexueller Delinquenz. In mehreren statistischen Analysen werden die retrospektiven Selbstreports von insgesamt 490 pädosexuellen und nicht-pädosexuellen Straftätern, die zur Zeit der Befragung in Haft waren, untersucht. Auch werden die Gefangenen-personalakten dieser Befragten zur Datengewinnung ausgewertet. Die Ergebnisse von logistischen Regressionsanalysen, die mit asymptotischen und exakten Schätzern durchgeführt wurden, können bestätigen, dass unter den befragten Straftätern damit zu rechnen ist, dass diejenigen Personen, die in ihrer Kindheit pädosexuell viktimisiert worden sind, mit einer erhöhten Chance im Erwachsenenalter ein pädosexuelles Delikt als Täter ausgeführt haben. Auch kann gezeigt werden, dass die Untergruppe derjenigen pädosexuell viktimisierten Personen, die sich in ihrer Kindheit in besonderer Weise aggressiv verhalten haben, im Erwachsenenalter nur mit einem reduzierten Risiko pädosexuell delinquent geworden sind. Es könnte deshalb vermutet werden, dass aggressives Verhalten eine Strategie ist, die dazu beiträgt, das Trauma eines sexuellen Missbrauchs zu bewältigen. Überraschend ist, dass die Studie im Gegensatz zu vielen anderen empirischen Untersuchungen keinen Effekt einer Normalisierung der pädosexuellen Viktimisierungserfahrungen auf das Risiko für eine spätere pädosexuelle Täterschaft nachweisen kann." (Autorenreferat)

"This discussion paper reports about our studies researching the interrelationship between pedosexual abuse and pedosexual delinquency. The data for our analyses is based on 490 retrospective selfreports of pedosexual and non-pedosexual offenders being arrested when interviewed. In addition, also the court files of all 490 offenders were used to gather information about their criminal careers. The most important results of all our logistic regression analyses which used both asymptotic and exact estimators show an increased chance for pedosexually victimized children of becoming adult child molestors. In addition, the results of logistic regressions with both estimation techniques show that the subgroup of those victimized children who reported a remarkable aggressive behavior in their childhood and adolescence has a reduced risk of pedosexual delinquency in later years. It might be assumed that aggressive behavior could function as a strategy to cope with the trauma of pedosexual abuse thus reducing the transmission of pedosexual violent experiences into overt violent action of this kind. Surprisingly and in opposition to other studies, our analyses could not detect any effects of normalization strategies redefining an abuse as less traumatic experience. Normalization strategies did not modify the expected statistical chance of pedosexual delinquency in adulthood." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter victimization; delinquency; sexual abuse; sexual offense; criminal; offender; victim; pedophilia; violence; aggressiveness; trauma
Klassifikation Kriminalsoziologie, Rechtssoziologie, Kriminologie; Sozialpsychologie; Familiensoziologie, Sexualsoziologie
Methode empirisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2011
Erscheinungsort Stuttgart
Seitenangabe 32 S.
Schriftenreihe Schriftenreihe des Instituts für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart -SISS-, 1/2011
ISSN 0945-9197
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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