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Inter*sexualisierung - Klitorektomie und das Konzept der angeborenen Bisexualität

Inter*sexualization - Clitorectomy and the concept of innate bisexuality
[Zeitschriftenartikel]

Eckert, Lena

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-397375

Weitere Angaben:
Abstract "Der deutsche Ethikrat schreibt 2012 in seiner Stellungnahme zur Inter*sexualität, dass medizinische Maßnahmen bei Inter*sexuellen einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit darstellen. Dennoch wird in den darin enthaltenen Empfehlungen am Ende der 200 Seiten umfassenden Studie keine klare Position zu Klitorektomien bezogen. In meinem Artikel untersuche ich die psycho-medizinischen Diskurse im Feld der Inter*sexualisierung, die seit Freud auf binär kodierten Geschlechtszuordnungspraxen und -theorien beruhen. Hierbei konzentriere ich mich auf die Publikationen des Forschenden-Kollektivs um John Money vom Johns-Hopkins-Universitätsklinikum in Baltimore (USA), die die medizinischen Praxen in Bezug auf Inter*sexualität dominieren. Die spezifische Lesart Moneys von Freuds Theorien zur weiblichen Sexualität beeinflusst bis heute den pathologisierenden Ansatz der Inter*sexualisierung, der als Verletzung der Menschenrechte von Inter*-Personen gesehen werden muss." (Autorenreferat)

"In its 2012 statement on inter*sexuality the German Ethics Council wrote that the medical treatment of inter*sexual people constitutes a violation of bodily integrity. Nevertheless, the recommendations at the end of the 200-page study do not take a clear stance on clitorectomies . In my article I investigate the psycho-medical discourses in the field of inter*sexualization which have been found in binary coded gender-assignment practices and theories since Freud. I focus on publications of the research collective formed by John Money, who has worked at the Johns Hopkins Hospital (Baltimore, USA) since the 1950s. These publications still dominate medical practices concerning inter*sexuality. The very specific readings of Freud's theories on female sexuality which can be found in this context play a key role and influence the pathologizing approach which must be seen as a violation of the human rights of inter*sex individuals." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter gender; sexuality; gender; pathology; bisexuality; Freud, S.; human rights
Klassifikation Frauen- und Geschlechterforschung; Medizinsoziologie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2013
Seitenangabe S. 24-38
Zeitschriftentitel Gender : Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 5 (2013) 1
Heftthema Medikalisierung und Geschlecht zwischen Optimierung, Pathologisierung und Gesundheitsförderung
ISSN 1868-7245
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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